
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Festnahme nach Elektroschock-Angriff auf Nachbarin
Festnahme nach Elektroschock-Angriff
Eine Auseinandersetzung zwischen Nachbarn hat am späten Sonntagabend in einer zentralen Straße von Nerja den Einsatz mehrerer Polizeipatrouillen ausgelöst. Wie die regionale Zeitung Diario Sur berichtet, endete der Konflikt mit der Festnahme eines etwa 50-jährigen Mannes. Ihm wird vorgeworfen, eine Nachbarin mit einer Elektroschockwaffe verletzt zu haben, die in eine Taschenlampe eingebaut war. Das Gerät wurde von den Einsatzkräften sichergestellt.
Bei der Eskalation wurde zudem ein 55-jähriger Mann am Kopf verletzt. Nach Angaben der Behörden war eine Einlieferung ins Krankenhaus jedoch nicht erforderlich. Die Polizei hatte mit drei Streifenwagen und Sanitätern des örtlichen Gesundheitszentrums reagiert. Die Lage vor Ort war zunächst angespannt, mehrere Anwohner waren in den Vorfall involviert.
Der Festgenommene leistete den Beamten zufolge erheblichen Widerstand. Erst durch den Einsatz von Schlagstöcken gelang es, ihn zu überwältigen. Der Mann hat die spanische Staatsangehörigkeit und ist polizeibekannt. Aus Ermittlerkreisen verlautete, dass es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Konflikten zwischen ihm und anderen Bewohnern des Viertels gekommen sei. Auch psychische Probleme werden genannt.
Ein zusätzlicher Streitpunkt ist offenbar die Installation von Überwachungskameras an seinem Wohnhaus, die auf die öffentliche Straße gerichtet sind. Mehrere Nachbarn hatten sich darüber beschwert. Die Staatsanwaltschaft prüft nun den Sachverhalt.
Die örtliche Polizei sowie die Guardia Civil arbeiten derzeit daran, die genaue Ursache der Auseinandersetzung zu rekonstruieren. Der Beschuldigte wurde der Guardia Civil überstellt und soll einem Richter in Torrox vorgeführt werden.
Elektroschockgeräte sind in Spanien für Privatpersonen streng verboten. Das Reglement über Waffen (Art. 5) untersagt Werbung, Erwerb, Besitz und Nutzung dieser sogenannten Abwehrgeräte. Sie sind ausschließlich für speziell geschulte Sicherheitskräfte vorgesehen.
Die Untersuchungen zu dem Vorfall dauern an.
Quelle: axarquiaplus.es