Estepona plant neues Sportzentrum mit Schwimmbad und Tennisplätzen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Estepona

Estepona plant neues Sportzentrum mit Schwimmbad und Tennisplätzen

von Clara Weber

Estepona treibt seine Pläne für ein neues Sportzentrum voran. Wie die Stadtverwaltung bekannt gab, wurde das Vergabeverfahren für den Bau und die langfristige Verwaltung der Anlage nun offiziell gestartet. Das Projekt ist Teil einer städtischen Initiative, um das Freizeitangebot in der Stadt zu erweitern.

Was der Komplex bieten soll

Das geplante Zentrum soll auf einem rund 11.150 Quadratmeter großen, städtischen Grundstück im Bereich Camino de las Mesas entstehen. Herzstück wird ein Gebäude mit einem 25 mal 25 Meter großen, beheizten Innenpool sein, für den optional auch ein Kinderbecken vorgesehen ist. Eine Tribüne mit mindestens 200 Sitzplätzen ist Teil der Planungen.

Im Außenbereich sind mindestens sechs Racket-Sportplätze geplant: vier für Padel und zwei für Tennis. Die Padelplätze sollen einen synthetischen Resin-Belag erhalten, die Tennisplätze einen Sandplatz. Transparente Umzäunungen sind vorgeschrieben. Zusätzlich sieht der Entwurf einen Bereich für weitere Aktivitäten vor, der mindestens zwei Boule-Bahnen umfassen muss.

Service, Parkplätze und Nachhaltigkeit

Das Gebäude soll die notwendigen sanitären Anlagen, Umkleiden, Büros und Service-Räume beherbergen. Optionale Erweiterungen könnten Aufenthaltsräume, ein Fitnessstudio, Unterrichtsräume oder eine kleine Gastronomie sein. Ein Parkplatz für mindestens 40 Fahrzeuge ist geplant, wobei die freien Flächen begrünt werden müssen. Die Bepflanzung soll schattenspendend sein und aus pflegeleichten, wassersparenden Arten bestehen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit: In der Bewertung der Angebote werden zusätzliche Vorschläge für Photovoltaikanlagen oder andere saubere Energiequellen zur Eigenversorgung ausdrücklich positiv gewertet.

Rahmenbedingungen der Konzession

Der künftige Betreiber, so die städtischen Vorgaben, muss die gesamten Baukosten finanzieren und trägt anschließend die Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung. Die Bauarbeiten müssen spätestens zwölf Monate nach Erteilung der Baugenehmigung abgeschlossen sein.

Die Konzession wird für maximal 50 Jahre vergeben. Der jährliche Mindestzins für die Stadt beträgt 22.440 Euro, der inflationsbedingt angepasst wird. Bei der Vergabe werden nicht nur das höchste Gebot, sondern auch weitere Kriterien berücksichtigt. Dazu gehören ein Mindestrabatt von 20% für in Estepona gemeldete Einwohner, die kostenlose Überlassung von zwei Plätzen für den öffentlichen Gebrauch sowie zusätzliche Angebote bei der Anzahl der Plätze, der Parkplätze und der Bepflanzung.

Hintergrund der neuen Ausschreibung ist, wie aus dem offiziellen Dokument hervorgeht, dass ein früherer Konzessionsvertrag wegen Vertragsverletzungen seitens des damaligen Betreibers aufgehoben wurde. Die dafür hinterlegten Garantiesummen wurden von der Stadt eingezogen.


Quelle: azcostadelsol.com

Mehr aus Estepona & Costa del Sol & Andalusien