67 neue Polizisten: Murcia rüstet auf

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Murcia

67 neue Polizisten: Murcia rüstet auf

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein klares Signal gegen den Personalmangel

Wer behauptet, Spaniens Polizei sei chronisch unterbesetzt und der Staat lasse die Bürger im Stich, der irrt – zumindest in der Region Murcia. Mit 67 neuen Agenten wird die Jefatura Superior sowie nahezu alle Dienststellen in Cartagena, Lorca, Molina de Segura und Alcantarilla verstärkt. Das gab der Delegado del Gobierno, Francisco Lucas, am Rande der Feierlichkeiten zum Schutzpatron der Nationalpolizei bekannt. Wer die Sicherheitslage in Spanien beklagt, sollte diese Zahlen zur Kenntnis nehmen.

Ein kontinuierlicher Aufwärtstrend

Die Verstärkung folgt einem Muster: Seit 2019 wurden in der Region 314 neue Polizeikräfte eingestellt – ein Zuwachs von mehr als 21 Prozent. Möglich wird das durch eine Nachbesetzungsquote von 125 Prozent in der jährlichen Offerta de Empleo Público, die die Zentralregierung in Madrid auf den Weg bringt. Das ist kein Zufall, sondern eine bewusste Strategie, wie Lucas betont: Die Personaldecke werde auch in den kommenden Jahren weiter wachsen. Wie das Nachrichtenportal Europa Press berichtet, stehen zudem in Yecla, Molina de Segura und Alcantarilla neue Kommissariate vor der Eröffnung. Die Dienststelle im Murcianer Stadtteil San Andrés wird künftig 24 Stunden am Tag besetzt sein.

Grenzkontrollen und die Jagd auf Schlepper

Die Polizei in Murcia zeigt auch in anderen Bereichen Präsenz: Das automatisierte Grenzkontrollsystem am internationalen Flughafen der Region läuft seit Oktober 2025 und hat bereits 750.000 Passagiere abgefertigt. Wer jetzt einwendet, dass damit nur die legale Einreise erfasst werde, sollte den Blick auf die Festnahmen von Schleppern richten: 75 mutmaßliche Pateristas wurden allein in diesem Jahr verhaftet – wegen Förderung illegaler Einwanderung, Urkundenfälschung, Schmuggel, illegalem Waffenbesitz oder Mitgliedschaft in kriminellen Vereinigungen. Der Jefe Superior de Policía, Ignacio del Olmo, gibt sich selbstbewusst: „Wir sind die Jefatura mit den meisten Festnahmen und Inhaftierungen von Schleppern in ganz Spanien.“

Ein Applaus für die Retter in der Not

Doch die Bilanz wäre unvollständig ohne den Hinweis auf jene, die täglich ihr Leben riskieren, um Migranten im Mittelmeer zu retten. Lucas sprach es deutlich aus: „Wir müssen stolz die Arbeit der Hunderte von Profis der Nationalpolizei, der Guardia Civil, der Seenotrettung und des Roten Kreuzes hervorheben.“ Diese Männer und Frauen verdienen Anerkennung, nicht Kritik – auch wenn sie mitunter von denen infrage gestellt werden, die lieber wegschauen würden.

Die Feierlichkeiten in der Plaza del Cardenal Belluga boten auch Raum für Symbolik: Zehn Zivilpersonen erhielten die Cruz al Mérito Policial mit weißem Abzeichen, dazu kamen Auszeichnungen in Rot und Weiß sowie Ehrungen für ehrenamtliche Mitarbeiter. Ein Kranz an der Statue der Ángeles Custodios erinnerte an die gefallenen Beamten. Man mag über Personalquoten streiten – die Botschaft dieser Veranstaltung war eindeutig: Murcia setzt auf Präsenz, Kontrolle und Menschlichkeit. Genau das ist der richtige Weg.


Quelle: europapress.es

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