Zwei Tote bei Unwettern in Katalonien

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Barcelona

Zwei Tote bei Unwettern in Katalonien

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Die Lage bleibt lebensgefährlich

Während sich viele über ein verlängertes Wochenende freuen, herrscht im Nordosten Spaniens Alarmstimmung. Die sintflutartigen Regenfälle haben Katalonien fest im Griff – und die Bilanz ist verheerend. Wie der Präsident der Generalitat, Salvador Illa, und der Einsatzleiter der Feuerwehr, Oriol Corbella, übereinstimmend berichten, sind bereits zwei Menschen ums Leben gekommen: ein Opfer in Tordera, ein weiteres in Montornès del Vallès. Die offizielle Bestätigung kommt nicht von ungefähr, sondern nach einer Krisensitzung, die wenig Raum für Hoffnung lässt.

Ein Toter, ein Vermisster, viele Fragen

Während Illa sein Beileid ausdrückte, machte er zugleich unmissverständlich klar, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Die Lage sei "weiterhin kompliziert, insbesondere vom Zentrum Kataloniens nach Norden", so der Regierungschef wörtlich. Ein Satz, der wie eine Warnung klingt – und doch ist es mehr als das. Es ist eine Aufforderung an alle, die die Warnungen der Behörden bislang auf die leichte Schulter genommen haben: Hört auf die Anweisungen des Zivilschutzes, oder ihr spielt mit eurem Leben.

Doch damit nicht genug: In Pineda de Mar wird mindestens eine Person vermisst, nachdem sie in den Flusslauf der Riera geraten sein soll. Ein Großaufgebot an Rettungskräften sucht dort fieberhaft nach dem Vermissten. Die Bilder erinnern an die schlimmsten Unwetterkatastrophen der letzten Jahre – und doch scheinen die Lehren daraus nicht überall angekommen zu sein.

Kritik an mangelnder Vorbereitung ist fehl am Platz

Natürlich werden nun wieder Stimmen laut, die mehr Warnsysteme, bessere Infrastruktur und härtere Maßnahmen fordern. Doch wer angesichts eines Wetterphänomens, das selbst Meteorologen sprachlos macht, auf schnelle politische Schuldzuweisungen setzt, verkennt die Lage. Die Direktorin des katalanischen Wetterdienstes Meteocat, Sarai Sarroca, und ihr Kollege Santi Segalà hatten bereits im Vorfeld vor der "extremen" Wetterlage gewarnt. Die Warnungen waren da. Die Frage ist, ob sie auch gehört wurden.

Ein Appell an die Vernunft: Wer jetzt noch in gefährdete Gebiete fährt, Flussufer unterschätzt oder Schutzmaßnahmen ignoriert, handelt fahrlässig. Die Natur kennt keine Kompromisse – und der Tod von Tordera und Montornès ist der traurige Beweis dafür. Die Behörden haben ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt liegt es an jedem Einzelnen, Verantwortung zu übernehmen.

Die Informationen zu den Opferzahlen und dem Such Einsatz basieren auf einer Pressekonferenz der katalanischen Regierung, an der neben Illa und Corbella auch Innenministerin Núria Parlon und Vertreter des Wetterdienstes teilnahmen, wie Europa Press berichtet.


Quelle: europapress.es

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