Zehn Jahre Investition in die Jugend

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Torrox

Zehn Jahre Investition in die Jugend

von Sabine Keller

Manche Kommunen jammern über leere Kassen, andere packen an. Torrox zeigt seit einem Jahrzehnt, wie kommunale Jugendförderung aussehen kann: mit einem bilingualen Sportcamp, das in diesem Sommer bereits zum zehnten Mal startet. Über 200 Kinder und Jugendliche aus dem Ort und der Umgebung tummeln sich auf dem Gelände des Complejo Deportivo La Granja – und das ist mehr als eine nette Ferienbeschäftigung.

Lobhudelei oder handfeste Bilanz?

Bürgermeister Óscar Medina spricht vom „wertvollsten Camp der gesamten Costa del Sol“. Das klingt nach Eigenlob, aber die Zahlen geben ihm recht. Wie die Lokalzeitung AxarquiaPlus berichtet, sind fast 30 speziell ausgebildete Monitoren im Einsatz, die nicht nur Sportarten wie Schwimmen, Fußball oder Klettern vermitteln, sondern auch Englisch und soziale Kompetenzen. Der Stadtrat für Sport, José Manuel Fernández, erinnert daran, dass das Angebot vor allem ein Ziel hatte: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Schulferien zu erleichtern. Punkt gelandet.

Denn während vielerorts Feriencamps als reine Aufbewahrungsanstalten verkommen, setzt Torrox auf Qualität. Die Kombination aus Bildung, Bewegung und Sprachförderung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Stadt und der Bildungsinitiative Educatic. Marina Sevilla, die Vertreterin von Educatic, zeigt sich zufrieden – und das zu Recht.

Ein Netzwerk, das trägt

Das Camp ist kein Solitär. Der Bürgermeister hebt bewusst die anderen Sommerangebote hervor – die Schulen, die Behindertencamps, die Kooperation mit Afadine in Nerja. Das klingt nach einer durchdachten Strategie: Statt Einzelkämpfertum wird ein ganzes Netz geknüpft, das Eltern während der Sommerferien den Rücken freihält. Und die Kinder? Die erleben nicht nur Sport, sondern auch Werte. Disziplin, Teamgeist, Sprachpraxis. Ein Ex-Profi wie Raúl Baena bringt zusätzlich Authentizität auf den Platz.

Fazit: Wer in die Jugend investiert, baut nicht für eine Saison, sondern für eine Generation. Torrox macht vor, wie es geht – mit klarem Konzept, verlässlichen Partnern und einem langen Atem. Andere Gemeinden sollten sich das abschauen, statt nur zu klagen.

Quelle: AxarquiaPlus


Quelle: axarquiaplus.es