
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Xàbia kämpft gegen die Fluten
Nächtlicher Ausnahmezustand an der Küste
Während ein Unwetter über die Valencianische Gemeinschaft hinwegzieht, konzentrieren sich die Niederschläge derzeit mit voller Wucht auf die Küstenorte. Besonders betroffen ist die Gemeinde Xàbia in der Provinz Alicante, wo die Lage in der Nacht zum Sonntag eskaliert ist. Die örtlichen Einsatz- und Rettungskräfte verzeichnen eine Vielzahl von wetterbedingten Einsätzen und sind nach Angaben der Gemeindeverwaltung schlichtweg überlastet.
Appell an die Bevölkerung
Angesichts der angespannten Situation hat die Stadtverwaltung von Xàbia einen dringenden Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger gerichtet. Man solle die eigenen vier Wände nicht verlassen und jede unnötige Fahrt strikt vermeiden. Die Behörden zeigen sich angesichts der Vielzahl der gleichzeitigen Vorfälle besorgt über die eigene Handlungsfähigkeit.
Rekordniederschläge gemessen
Die Messstationen in der Region zeigen das Ausmaß der Niederschläge. In Xàbia fielen innerhalb weniger Stunden rund 207 Liter pro Quadratmeter. Damit liegt die Gemeinde an der Spitze der aktuellen Regenstatistik, noch vor Orten wie Ròtova mit 186,6 Litern, Pinet (157), Miramar (152), Pego (141,8) und Oliva (133,5 Liter pro Quadratmeter). Die Wetterlage bleibt angespannt. Wie der staatliche Wetterdienst Aemet mitteilt, verlagert sich ein Niederschlagsband vom Meer weiter auf das Festland und erreicht nun die Region La Safor, wo es erneut intensiv und anhaltend regnet. Auch an der Küste der Marina Alta halten die Niederschläge an.
Erhöhte Alarmstufe ausgerufen
Die Behörden haben bereits reagiert. Wie aus dem Koordinierungszentrum für Notfälle verlautete, wurde für die betroffenen Landkreise Marina Alta und La Safor die Situationsstufe 1 des Sonderplans für Hochwasserrisiken (PEI) ausgerufen. Die Entwicklungen der kommenden Stunden bleiben damit kritisch.
Quelle: europapress.es