
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Waldbrände wüten in mehreren Regionen Spaniens
Aktuelle Lage: Über 13 Großbrände innerhalb von 48 Stunden
In Spanien kämpfen die Einsatzkräfte seit dem Wochenende gleichzeitig gegen eine Vielzahl von Waldbränden. Landesweit wurden mindestens 13 separate Feuer registriert, die zusammengenommen eine Fläche von mehreren hundert Hektar vernichtet haben. Die Brände zwangen Anwohner zur Flucht und erforderten den koordinierten Einsatz von Boden- und Luftkräften auf regionaler und nationaler Ebene. Die Situation bleibt in einigen Gebieten angespannt, trotz ersten Erfolgen bei der Bekämpfung.
Galicien: Zwei Großfeuer mit Notstandsstufe
Die derzeit gravierendsten Brände wüten in der nordwestspanischen Region Galicien. Hier werden zwei Großschadenslagen von den Behörden als besonders besorgniserregend eingestuft.
Im Raum Padrón (Provinz A Coruña) hat ein seit dem Samstag aktives Feuer bereits mindestens 350 Hektar Land zerstört. Die Lage führte zur Evakuierung von zehn Wohnhäusern. Obwohl sich die Situation nach Angaben der regionalen Umweltbehörde im Vergleich zum Samstag verbessert habe, hält die Xunta de Galicia vorsorglich die „Situación 2“ – die zweithöchste Alarmstufe – aufrecht. Mehr als 100 Einsatzkräfte arbeiten vor Ort, unterstützt durch zwei Amphibienflugzeuge und einen Hubschrauber des spanischen Ministeriums für ökologischen Wandel (Miteco).
Ein zweiter Brand in Boborás (Provinz Ourense) breitete sich trotz Gegenmaßnahmen weiter aus und erreichte eine Fläche von etwa 200 Hektar. Auch hier wurde die Alarmstufe 2 ausgerufen, eine präventive Maßnahme aufgrund der Nähe des Feuers zur Ortschaft Vecoña. Die Bekämpfung wird durch schwieriges Gelände und Windböen erschwert. Der Betriebsleiterin der Gemeinde zufolge wird ein Blitzschlag als mögliche Ursache in Betracht gezogen. Der Einsatz umfasst unter anderem acht Löschtrupps, fünf Löschfahrzeuge, vier Hubschrauber und sieben Flugzeuge. Die Zentralregierung unterstützt mit drei weiteren Amphibienflugzeugen und einer spezialisierten Waldbrandbrigade.
Katalonien: Drei Feuer unter Kontrolle, Ursachen geklärt
Auch in Katalonien mussten die Feuerwehren der Generalitat am Wochenende mehrere Brände bekämpfen, die jedoch inzwischen alle als stabilisiert oder kontrolliert gelten.
Bei Cervià de Les Garrigues (Lleida) wurde ein am Sonntag ausgebrochenes Feuer, das 33 Hektar erfasst hatte, stabilisiert. Es führte zur Evakuierung von acht Personen und zur Aufforderung zum Häuserconfinement für die Bewohner des ländlichen Gebiets Partida de la Devesa via ES-Alert-Nachricht. Laut den ermittelnden Forstbeamten entstand das Feuer durch Funken einer Flex, die bei landwirtschaftlichen Arbeiten eingesetzt wurde.
Ein weiterer Brand in Sanaüja (Lleida), der am Samstag auf einem Feld ausgebrochen war und sich auf etwa 48 Hektar ausdehnte, ist inzwischen unter Kontrolle. Die Region stand zum Zeitpunkt des Brandausbruchs unter Hitzewarnung und hoher Waldbrandgefahr.
Ein dritter, am Sonntagabend in Ponts (Lleida) ausgebrochener Brand konnte nach kurzer Zeit stabilisiert werden. Er erfasste 6,5 Hektar und breitete sich von der Ortsgrenze bis auf einen nahegelegenen Bergkamm aus. Die Löscharbeiten von 40 Bodeneinheiten und 10 Luftfahrzeugen wurden durch Hitze, Wind und niedrige Luftfeuchtigkeit behindert.
Weitere Einsatzgebiete: Asturien und Andalusien
In anderen Teilen des Landes wurden ebenfalls bedeutende Brandereignisse verzeichnet.
In der Gemeinde Grado (Asturien) ist ein seit Samstag aktives Feuer nach der Verbrennung von schätzungsweise 65 Hektar stabilisiert. Rund 200 Einwohner der umliegenden Dörfer waren bedroht, eine Evakuierung war jedoch nicht notwendig. An den Nachlöscharbeiten sind etwa 20 Feuerwehrleute, zwei Hubschrauber und ein Amphibienflugzeug beteiligt.
In Andalusien waren am Sonntag drei weitere Brände aktiv. Einer davon befindet sich auf dem Truppenübungsplatz der Brigade „Guzmán el Bueno X“ bei Cerro Muriano in der Gemeinde Obejo (Córdoba). Das bereits am Samstag ausgebrochene Feuer war auch am Sonntag noch nicht vollständig gelöscht.
Quellen: Angaben der regionalen Regierungen von Galicien (Xunta), Katalonien (Generalitat) und Asturien, sowie des spanischen Ministeriums für ökologischen Wandel (Miteco).
Quelle: 20minutos.es