
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Hunderte Hektar in Flammen: Evakuierungen in drei Regionen
Chronologie der Ereignisse
Seit dem vergangenen Freitag kämpfen Feuerwehrleute und Luftunterstützungseinheiten in mehreren autonomen Gemeinschaften Spaniens gegen eine Serie von Waldbränden. Ausgehend von einer ersten Meldung in der galicischen Gemeinde Padrón weiteten sich die Feuer unter dem Einfluss hoher Temperaturen und Windböen aus. Nach Angaben der Regionalregierung von Galicien, der Xunta, wurden allein in diesem Gebiet bis Samstag 250 Hektar Vegetation zerstört. Die Ausbreitung der Flammen auf benachbarte Gemeinden wie Teo führte zur Einleitung von Notfallmaßnahmen.
Evakuierungen und kritische Lagen
Die unmittelbare Nähe der Feuer zu Wohngebieten machte die Evakuierung von Anwohnern notwendig. In der Parroquia Carcacía mussten die Einwohner der Siedlung Cruxeiras de Abaixo, bestehend aus zehn Wohnhäusern, ihre Häuser verlassen. Wie der Bürgermeister von Padrón, Anxo Rei Arca, gegenüber Medien berichtete, stellte die Wetterlage mit starkem Wind die größte Herausforderung dar. Parallel wurde in Asturien, im Gemeindegebiet von Grado, eine Notstandsphase ausgerufen. Das regionale Katastrophenschutzsystem SEPA meldete einen Brand in Peñaflor und Vega de Anzo, wo aufgrund einer landesweiten Hitzewarnung und eines generell hohen Waldbrandrisikos in 72 von 78 Gemeinden die höchste Alarmstufe gilt.
Einsatzlage im Süden: Andalusien betroffen
Die Situation in Südspanien war am Samstag von mindestens drei separaten Brandherden geprägt. Der folgenschwerste ereignete sich in Mairena del Aljarafe in der Provinz Sevilla. Hier wurden etwa 300 Bewohner einer Wohnsiedlung vorsorglich in Sicherheit gebracht. Der Einsatzleitung zufolge, die unter dem Plan Infoca operiert, befand sich das Feuer in einem Weidegebiet in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern. Ein weiterer Brand in Antequera (Málaga) konnte bis zum späten Nachmittag stabilisiert werden. Ein drittes Feuer brach auf einem militärischen Übungsgelände in Obejo (Córdoba) aus, wo die Löscharbeiten auf den Schutz des umliegenden Perimeters beschränkt waren.
Umfang der Löscharbeiten
Die Bekämpfung der Brände erfordert einen massiven koordinierten Einsatz von Personal und Material. In Galicien wurden laut offiziellen Angaben der Consellería do Medio Rural vier Techniker, 36 Forstagenten, 47 Brigaden, 33 Löschfahrzeuge mit Pumpen, drei Planierraupen, sieben Unterstützungseinheiten sowie 15 Luftfahrzeuge (acht Helikopter und sieben Flugzeuge) mobilisiert. Das spanische Ministerium für ökologischen Wandel (Miteco) unterstützt dieses Aufgebot mit zwei Amphibienflugzeugen und einem weiteren Helikopter. In Andalusien kamen je nach Lage Helikopter, Löschflugzeuge und mehrere Bodenmannschaften zum Einsatz. Die Behörden aller Regionen appellierten an die Bevölkerung, die Anweisungen der Rettungskräfte zu befolgen und die Einsatzgebiete zu meiden.
Quelle: 20minutos.es