Todesopfer nach Unwetter auf Menorca identifiziert

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Ciutadella

Todesopfer nach Unwetter auf Menorca identifiziert

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Leiche nach tagelanger Suche zugeordnet

Die am Montagabend vor der Küste Menorcas entdeckte Leiche ist identifiziert. Wie die Guardia Civil auf den Balearischen Inseln mitteilte, handelt es sich bei dem Toten um einen 75-jährigen spanischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Ciutadella. Die Behörden hatten den Mann nach dem Fund zunächst nicht zuordnen können, da er keine Dokumente bei sich trug und nur mit einer Badehose bekleidet war.

Rund 72 Stunden nach dem Fund des Körpers in der Bucht Cala en Brut führte die Obduktion am Mittwoch zur Klärung des Falles. Die Beamten der Polizei Judicial konnten die Fingerabdrücke des Verstorbenen mit den Daten eines Mannes abgleichen, dessen Verschwinden am selben Tag bei der Nationalpolizei gemeldet worden war. Der Abgleich sei positiv ausgefallen, so die Behörden.

Umstände des Todes unklar

Die genaue Todesursache ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Das Ergebnis der Autopsie soll Aufschluss darüber geben, ob der Mann ertrunken ist oder ob eine medizinische Ursache wie ein Herz-Kreislauf-Versagen vorlag. Die Ermittler hatten zunächst nicht ausgeschlossen, dass es sich bei dem Opfer um einen ausländischen Residenten oder Urlauber handeln könnte. Diese These galt als wahrscheinlich, auch weil ein Migrant auf einem Flüchtlingsboot aufgrund seiner Merkmale ausgeschlossen werden konnte.

Fund bei schwerem Seegang

Rettungskräfte waren am Montag gegen 18:00 Uhr alarmiert worden, nachdem ein lebloser Körper im Wasser der Bucht gesichtet worden war. Die örtliche Polizei von Ciutadella informierte daraufhin die Guardia Civil und die Feuerwehr von Menorca. Letztere erreichte den Leichnam mit einem Schlauchboot in einer Entfernung von 20 bis 30 Metern vom Ufer und brachte ihn in den alten Hafen der Stadt. Die Bergung erfolgte unter schwierigen Bedingungen, da das Meer aufgrund des Sturmtiefs aufgewühlt war.

Der richterliche Notdienst ordnete die Überführung der Leiche gegen 20:45 Uhr an. Nach Angaben der Ermittler hielt sich der Mann erst kurze Zeit im Wasser auf. Die Suche nach Hinweisen in Hotels und Ferienanlagen der Umgebung blieb ohne Ergebnis. Es ist der sechste Todesfall, der mit dem Durchzug des Unwetters über das Mittelmeer in Verbindung gebracht wird. Weitere Todesopfer wurden aus Barcelona, Sagunto, Oliva und Málaga gemeldet.

Die Guardia Civil hat die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Todes aufgenommen. Die Identifizierung des Opfers stützt sich auf den Abgleich der Fingerabdrücke mit einer Vermisstenanzeige. Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann im Zusammenhang mit dem Unwetter ums Leben kam, wie die Kommandantur auf den Balearen bestätigte.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, war das Opfer am Montag während des Unwetters in Cala en Brut gefunden worden. Die Identität konnte erst nach der Obduktion am Mittwoch zweifelsfrei festgestellt werden. Die Behörden hatten zunächst Hinweise aus der Bevölkerung erhofft und waren der Spur eines möglicherweise vermissten Urlaubers nachgegangen, der in den Wellen ums Leben gekommen sein könnte. Diese These hat sich nach dem positiven Abgleich nun als falsch erwiesen.


Quelle: europapress.es

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