Tierheim Son Reus: Schwere Vorwürfe gegen Betreiber

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Palma de Mallorca

Tierheim Son Reus: Schwere Vorwürfe gegen Betreiber

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Die Gewerkschaft UGT Servicios Públicos erhebt schwere Vorwürfe gegen das städtische Tierheim Son Reus auf Mallorca. Sie hat beim balearischen Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt eine Beschwerde eingereicht und dafür nach eigenen Angaben Fotos als Beweismittel vorgelegt. Die Einrichtung wird von der Betreiberfirma Athinsa geführt.

Bereits vor zwei Wochen hatte die Gewerkschaft auf einen anderen Missstand aufmerksam gemacht: Damals berichtete sie über den Transport von lebenden und toten Tieren in demselben Fahrzeug. Nun folgt der nächste Schritt.

Verwesende Kadaver, verunreinigtes Wasser

Nach Darstellung der UGT wird in dem Tierheim die vorgeschriebene Kühlkette für Tierkadaver nicht eingehalten. Der dafür genutzte Kühlschrank sei seit mehr als einem Jahr defekt, die gesetzlich geforderte Temperatur werde nicht erreicht. Die Folge: Die Kadaver verwesen schneller, Würmer breiten sich aus.

Auch die Wasserversorgung für die Hunde wird bemängelt: Den Tieren werde mit Legionellen belastetes Wasser angeboten.

Stadt in der Pflicht

Kritik übt die UGT vor allem an der Stadtverwaltung von Palma. Diese sei der politische Verantwortungsträger für das Tierheim und dürfe die Zustände nicht länger ignorieren. Zudem wirft die Gewerkschaft der Leitung des Zentrums vor, die Beschäftigten mit Aufgaben zu betrauen, die nicht ihrer tariflichen Eingruppierung entsprechen.

Die Gewerkschaft rief Tierschutzorganisationen dazu auf, die Missstände öffentlich zu machen und rechtliche Schritte einzuleiten. Die Situation in Son Reus sei nicht länger hinnehmbar.

Mehr dazu: Meldung von Europa Press


Quelle: europapress.es

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