
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Sieben Jahre Haft für Raubüberfall gefordert
Anklage nach Messerangriff auf Minderjährigen
Die Staatsanwaltschaft von Santa Cruz de Tenerife hat sieben Jahre Haft für einen 19-jährigen Angeklagten beantragt. Ihm werden schwerer Raub und ein versuchtes Tötungsdelikt zur Last gelegt. Der Vorfall ereignete sich im Februar im Ausgehviertel Las Verónicas im Süden Teneriffas.
Laut Anklageschrift entriss der junge Mann einer Frau auf offener Straße ihr Mobiltelefon und flüchtete. Ihr Begleiter, ein damals Minderjähriger, nahm die Verfolgung auf und holte den Flüchtenden ein. In diesem Moment zog der Beschuldigte unvermittelt ein Messer und stach zu. Der Überraschungsangriff traf den Verfolger am Kinn und fügte ihm zwei weitere Stiche in die linke Brustseite zu. Die Verletzungen waren so schwer, dass der Jugendliche intensivmedizinisch behandelt werden musste und sich 50 Tage lang erholen musste.
Tatablauf und Folgen
Die junge Frau, die den Angriff beobachtete, setzte ihre Verfolgung fort. Als sie den Angreifer stellte, richtete dieser das Messer drohend gegen sie, ohne sie jedoch zu verletzen. Das geraubte Mobiltelefon blieb bislang unauffindbar.
Die Staatsanwaltschaft betont in ihrer Anklage die Lebensgefahr, die von den Stichen ausging. Nur durch sofortige notfallmedizinische Versorgung sei Schlimmeres verhindert worden. Ohne diesen Eingriff hätte sich ein Spannungspneumothorax mit lebensbedrohlichen Folgen entwickeln können.
Haft und Reue
Der Beschuldigte wurde in Italien festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. In einer Stellungnahme zeigte er Reue: Er sandte einen Entschuldigungsbrief an die Opfer und hinterlegte 31.000 Euro als Schadensersatz. Diese Summe liegt deutlich über der finanziellen Bewertung der Verletzungen und dem Wert des gestohlenen Telefons. Das Geld wurde bereits an die Geschädigten ausgezahlt.
Die Staatsanwaltschaft wertet die Zahlung als Wiedergutmachung, was sich strafmildernd auswirken könnte. Die gestohlene Frau und die Opfer haben die Entschädigung angenommen.
Prozessauftakt
Der Angeklagte, der in Italien festgenommen wurde und sich seitdem in Untersuchungshaft befindet, soll am kommenden Dienstag vor der Audiencia Provincial von Santa Cruz de Tenerife erscheinen. Das Verfahren beginnt um 10:00 Uhr. Die Staatsanwaltschaft sieht in den Taten einen Raub mit Gewaltanwendung sowie einen versuchten Mord, wobei sie die Schadenswiedergutmachung als strafmildernd berücksichtigt wissen will. Der Beschuldigte hat zwischenzeitlich ein Geständnis abgelegt und ein Bußgeld von 31.000 Euro hinterlegt. Dieser Betrag übersteigt den Wert des gestohlenen Telefons und die Schadensersatzforderungen für die erlittenen Verletzungen deutlich.
Die Ermittler konnten das Mobiltelefon bislang nicht sicherstellen. Der Beschuldigte wurde in Italien festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozessauftakt ist für kommenden Dienstag um 10:00 Uhr vor der Audiencia Provincial von Santa Cruz de Tenerife terminiert.
Quelle: europapress.es