San Fernando senkt Preise für Sozialwohnungen

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San Fernando senkt Preise für Sozialwohnungen

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Öffentliches Wohnungsbauprojekt in San Fernando nimmt Hürde

Die andalusische Stadt San Fernando treibt ihr Programm für bezahlbaren Wohnraum voran. Wie das Rathaus mitteilte, hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft Hemsa den Auftrag für den Bau der Wohnanlage „Residencial La Marina“ an das Unternehmen Constructora San José vergeben. Das Projekt umfasst zwei Gebäudekomplexe mit insgesamt 132 geförderten Wohneinheiten. Die Einstiegspreise beginnen bei 79.000 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer).

Laut Stadtverwaltung liegen die Kaufpreise damit etwa 40 Prozent unter dem Niveau vergleichbarer Objekte auf dem freien Markt. Als Gründe für die günstigen Konditionen nennt die Kommune die kostenlose Bereitstellung städtischer Grundstücke, steuerliche Vergünstigungen sowie die Abwicklung in öffentlicher Regie. Zusätzlich zu den Wohnungen entstehen 94 Tiefgaragenplätze und 47 Abstellräume.

Strategie gegen steigende Mieten und Kaufpreise

Die Kommunalverwaltung verfolgt nach eigenen Angaben einen mehrgleisigen Ansatz, um dem angespannten Wohnungsmarkt zu begegnen. Dazu zählen der Bau neuer Sozialwohnungen, die Aufstockung des öffentlichen Bestands sowie die Kooperation mit anderen Verwaltungsebenen. Bürgermeisterin Patricia Cavada betonte, es gehe darum, den Zugang zu angemessenem und erschwinglichem Wohnraum zu erweitern – für Käufer ebenso wie für Mieter, die unter den Marktpreisen liegende Alternativen suchen.

Die aktuelle Baumaßnahme reiht sich in eine Serie von Projekten in San Fernando ein. Bereits fertiggestellt sind demnach vier Blöcke mit 81 Wohnungen in der Ronda del Estero. Weitere Vorhaben mit mehreren hundert Einheiten befinden sich in Planung oder Umsetzung: das Wohngebiet „Residencial Hércules“ mit 216 geförderten Wohnungen, die 132 Einheiten von „Residencial La Marina“ sowie 71 Wohnungen auf einem ehemaligen Militärgelände.

Baukosten unter dem veranschlagten Budget

Das neue Bauvorhaben entsteht an der Kreuzung von Ronda del Estero und Avenida de La Marina. Das Grundstück grenzt direkt an eine kürzlich fertiggestellte Anlage mit öffentlichen Mietwohnungen. Die künftigen Eigentumswohnungen sind mit einem bis drei Schlafzimmern und unterschiedlichen Grundrissen geplant, um verschiedenen Haushaltsgrößen gerecht zu werden.

Der Zuschlag für die Bauarbeiten ging bei 18,6 Millionen Euro an die Constructora San José. Das Angebot liegt damit fünf Prozent unter dem ursprünglich veranschlagten Budget. Diese Summe deckt ausschließlich die Bauleistungen ab. Die Gesamtinvestition umfasst darüber hinaus zusätzliche Posten wie Grundstückskosten, Honorare für die Projektplanung sowie Finanzierungs- und Formalisierungsgebühren.

Preismodell ohne Gewinnaufschlag

Die Preisgestaltung für die Wohnungen in „Residencial La Marina“ bewegt sich zwischen 78.891 und 144.904 Euro (ohne Mehrwertsteuer), abhängig von Typologie und Fläche. Die Wohnflächen liegen zwischen etwa 51 und 94 Quadratmetern. Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass die Einheiten damit nicht nur günstiger als auf dem freien Markt sind, sondern auch unter dem Preisniveau vergleichbarer öffentlicher Förderprojekte in anderen Gemeinden liegen.

Die Kostenersparnis resultiert aus mehreren Faktoren: der kostenlosen Übertragung des kommunalen Grundstücks, der Reduzierung der örtlichen Bauabgabe (ICIO) sowie der direkten Abwicklung über Hemsa. Dadurch entfallen Gewinnmargen privater Bauträger und zusätzliche Vermittlungsgebühren. Die Verkaufspreise orientieren sich laut Rathaus an den tatsächlichen Herstellungskosten, ohne kalkulatorische Gewinne.

Verteilung der Wohnungstypen und Vergabeverfahren

Die Wohnungsmischung sieht acht Einheiten mit einem Schlafzimmer, 23 mit zwei Schlafzimmern und 101 mit drei Schlafzimmern vor. Damit richtet sich das Angebot sowohl an Einzelpersonen als auch an Familien mit größerem Raumbedarf.

Die Vergabe der Einheiten startet im Oktober. Interessenten können sich über das öffentliche Register für Wohnungssuchende der Stadt bewerben. Die Auswahl erfolgt nach den Vorgaben der kommunalen Satzung, wobei die Dauer der Registrierung und weitere Kriterien berücksichtigt werden.

Der Gebäudekomplex sieht zwei Blöcke mit sechs Gebäuden vor, die um einen Innenhof und eine begrünte Platzanlage gruppiert sind. Geplant sind Aufenthaltsbereiche und fußläufige Verbindungen, die die Nachbarschaft fördern sollen.

Wie das Rathaus weiter mitteilte, stellt der Baufortschritt einen Schritt dar, um von der Planungsphase in die konkrete Umsetzung zu gelangen. Die Maßnahme stärke die Wohnentwicklung im Bereich Ronda del Estero, wo mehrere Initiativen zur Erweiterung des geförderten Wohnungsangebots gebündelt werden.


Quelle: europapress.es

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