Neun Cannabisplantagen in Pinos Puente ausgehoben

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Pinos Puente

Neun Cannabisplantagen in Pinos Puente ausgehoben

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Zugriff in der Barriada Las Flores

Beamte der Polizei Judicial und der Ermittlungseinheit ROCA der sechsten Kompanie der Guardia Civil in Motril haben im Rahmen der Operation "Nazarí-Ordo-Sacratif 03" neun sogenannte Narcoviviendas in Pinos Puente ausgehoben. Der Schwerpunkt der Durchsuchungen lag nach Informationen der Einsatzkräfte im Ortsteil Las Flores. Die Immobilien wurden offenbar gezielt für den intensiven Anbau von Marihuana genutzt.

Umfangreiche Anbauinfrastruktur entdeckt

Bei den Durchsuchungen der Gebäude stellten die Ermittler insgesamt 3.478 Cannabispflanzen sicher. Diese waren auf verschiedene Räumlichkeiten verteilt, die als Indoor-Plantagen mit professioneller Ausstattung dienten. Die Installationen umfassten eigenen Angaben zufolge Beleuchtungssysteme, Klimaanlagen, Belüftung und Filteranlagen – eine technische Ausstattung, die auf eine kontinuierliche und ertragreiche Produktion ausgelegt ist.

Schusswaffe in einsatzbereitem Zustand

Besondere Bedeutung maßen die Ermittler dem Fund einer Waffe bei: In einer der Narcoviviendas lag ein Sturmgewehr des Typs CETME. Die Behörden beschreiben den Zustand der Waffe als „perfekt erhalten“. Sie war mit einem geladenen Magazin versehen, und auch in der Kammer befand sich ein Projektil – die Waffe war nach Einschätzung der Guardia Civil also unmittelbar feuerbereit. Darüber hinaus wurden eine Pistole sowie acht Magazine sichergestellt.

Munitionsfund mit Bezug zu AK-47

Neben den Waffen beschlagnahmten die Beamten 225 Patronen unterschiedlicher Kaliber. Darunter befanden sich Munition der Typen 9 mm Parabellum, 9 mm kurz, 7,62x39 mm, 7,62x51 mm, .243 Winchester und .38 Special. Ein Teil der Munition war noch nicht näher bestimmt. Unter dem Fund befanden sich auch bestückte Magazine, die zu Sturmgewehren des Typs AK-47 passen.

Gefahrenpotenzial für die Nachbarschaft

Die Guardia Civil wertet die Präsenz derartiger Waffen in Gebäuden, die dem Drogenanbau dienen, als „besonders besorgniserregend“. Die Kombination aus illegalem Plantagenbetrieb und Schusswaffen stelle ein erhebliches Risiko für die öffentliche Sicherheit und die Anwohner in der Umgebung dar.

Spurensuche und Ermittlungen laufen

Die Operation ist mit dem Abtransport der Pflanzen und Waffen nicht abgeschlossen. Spezialisten der Kriminaltechnik haben eine detaillierte Untersuchung der betroffenen Häuser eingeleitet. Ziel ist es, Fingerabdrücke, biologisches Material für DNA-Analysen und andere forensische Spuren zu sichern. Parallel wird versucht, die Herkunft der Waffen und der Munition zu klären und zu prüfen, ob ein Zusammenhang mit anderen Straftaten besteht.

Im Zuge der Maßnahmen wurde zunächst ein volljähriger Mann als Beschuldigter geführt. Die Ermittlungen richten sich gegen ihn wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Gesundheitsgesetz im Zusammenhang mit dem Anbau und der Herstellung von Marihuana. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, dauern die Untersuchungen zur Aufklärung der Hintergründe an.


Quelle: europapress.es

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