Nachbarjagd endet mit Festnahme

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Benamargosa

Nachbarjagd endet mit Festnahme

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Nächtlicher Alarm in der Axarquía

Was als ruhiger Freitagabend begann, endete für die Bewohner von Benamargosa in einem Polizeieinsatz mit vereinten Kräften: Ein etwa 40-jähriger Brite versetzte die Kleinstadt in der Provinz Málaga in Angst und Schrecken. Der Mann lief gegen 21 Uhr durch die Straße Mangas, drang in mehrere Wohnhäuser ein und bedrohte die Bewohner mit einem Messer. Wie das Nachrichtenportal Diario Sur berichtet, warf er zudem Gegenstände auf die Fahrbahn.

Eskalation im Wohnzimmer

Besonders brenzlig wurde die Lage in einem der Häuser, in das der Verdächtige eindrang. Dort traf er auf zwei Personen und schlug auf einen etwa 60-jährigen Mann ein. Das Opfer erlitt Verletzungen, die nach ersten Erkenntnissen nicht lebensbedrohlich sind, aber den Ernst der Situation verdeutlichen. Nur wenig später tauchte der Angreifer in einem örtlichen Tabakladen auf. Dort bedrohte er eine Angestellte mit dem Messer und forderte Bargeld. Erst als sich mehrere Kunden und Passanten einschalteten, ließ er von seinem Vorhaben ab und flüchtete ohne Beute aus dem Geschäft.

Mutige Bürger als erste Barriere

Die Nachricht von dem umherirrenden Mann verbreitete sich rasch in der Nachbarschaft. Während einige Anwohner versuchten, den Unruhestifter einzukreisen und von weiteren Taten abzuhalten, wurden zeitgleich Polizei und Guardia Civil alarmiert. Die Beamten trafen wenig später am Ort des Geschehens ein und konnten den Briten schließlich gemeinsam mit den Bürgern überwältigen und festnehmen. Wie es zu dem Ausbruch kommen konnte und ob der Mann unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand, ist Teil der laufenden Ermittlungen.

Psychiatrisches Gutachten angeordnet

Der Festgenommene wurde noch in der Nacht in das Hospital Comarcal de la Axarquía in Vélez-Málaga gebracht. Dort steht neben der medizinischen Versorgung vor allem eine Untersuchung durch den psychiatrischen Dienst im Fokus. Nach Abschluss der Behandlung soll der Mann einem Haftrichter vorgeführt werden, der über das weitere Vorgehen entscheiden wird.

Der Bürgermeister von Benamargosa, Salvador Arcas, zeigte sich erleichtert über den Ausgang des Zwischenfalls. Er lobte ausdrücklich den Einsatz der Nachbarn, die ein hohes persönliches Risiko auf sich genommen hätten, um Schlimmeres zu verhindern. Zugleich mahnte er zur Ruhe: Der Zwischenfall sei eine Ausnahme in einem Ort, der normalerweise für seine friedliche und beschauliche Atmosphäre bekannt sei. Die kommenden Tage werden nun zeigen, welche strafrechtlichen Konsequenzen die nächtlichen Übergriffe für den Beschuldigten haben werden.


Quelle: axarquiaplus.es

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