„Mini-Hurrikan“: Handy-Alarm in Katalonien ausgelöst

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Barcelona

„Mini-Hurrikan“: Handy-Alarm in Katalonien ausgelöst

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Massive Regenmengen in kurzer Zeit erwartet

Der katalanische Zivilschutz (Protecció Civil) aktiviert für den heutigen Samstagabend die Mobilfunk-Warnkette ES-Alert. Grund ist die Ankündigung eines sogenannten "mediterranen Minihurrikans", der lokal für extreme Niederschläge sorgen könnte. Betroffen sind weite Teile der Küsten- und Vorküstenregionen Kataloniens sowie die gesamte Provinz Girona und die Region Moianès nördlich von Barcelona.

Die Behörden rechnen damit, dass in einigen Gebieten innerhalb von nur sechs Stunden bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen könnten. Solche Mengen führen erfahrungsgemäß zu plötzlichen Überschwemmungen und überfluteten Straßen. Der Wetterdienst Meteocat hat die höchste Warnstufe vor der Gewitterfront ausgerufen und stuft die Gefahr als „sehr hoch“ ein.

Appell an die Bevölkerung: Bewegungen vermeiden

In einer Pressekonferenz appellierte die stellvertretende Direktorin des Zivilschutzes, Imma Soler, eindringlich an die Bevölkerung: Zwischen 20:00 Uhr am Samstagabend und 14:00 Uhr am Sonntagmittag sollen alle nicht notwendigen Aktivitäten, die mit Mobilität verbunden sind, eingestellt werden. Man solle zu Hause bleiben und unnötige Fahrten vermeiden.

Die Behörden erwarten den Höhepunkt des Unwetters in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Ab Sonntagnachmittag soll die Lage den Prognosen zufolge allmählich zur Ruhe kommen. Der Notfallplan Inuncat (Katalanischer Hochwasser-Notfallplan) befindet sich derzeit in der Alarmphase.

Die ES-Alert-Warnung, die direkt auf das Handy geschickt wird, ist Teil des modernen Warnsystems für die Bevölkerung, wie es auch bei anderen Großschadenslagen in Spanien zum Einsatz kommt. Wie der Zivilschutz mitteilte, sollen die Warnmeldungen am späteren Samstagnachmittag verschickt werden. Ausgenommen von der Warnung sind die südlich gelegenen Terres de l'Ebre. Die Behörden betonen, dass die Lage ernst sei und man die Entwicklung der Wetterlage kontinuierlich beobachte. Die Warnung per Push-Nachricht ist ein entscheidendes Instrument, um die Bürger rechtzeitig zu erreichen und die Risiken zu minimieren. Der Zivilschutz riet, die Anweisungen der Einsatzkräfte strikt zu befolgen. Die Vorhersagen des spanischen Wetterdienstes AEMET deuten darauf hin, dass dieses Extremwetterphänomen durch eine besondere Wetterkonstellation mit kalter Luft in der Höhe und sehr warmem Mittelmeerwasser ausgelöst wird, wie es bei solchen Herbststürmen im Mittelmeerraum gelegentlich vorkommt. Die Auswirkungen solcher Ereignisse in der Vergangenheit haben gezeigt, wie wichtig schnelle Warnungen und die Kooperation der Bevölkerung sind. Die Behörden versuchen, mit dieser großflächigen Mobilisierung Schlimmeres zu verhindern. Details zu den Ausgangsbeschränkungen werden auf den Kanälen des Zivilschutzes kommuniziert.


Quelle: europapress.es

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