Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Volkspartei eröffnet Wahlkampf mit Gegenentwurf
Wahlkampfauftakt mit Kontrastprogramm
Auf ihrem IX. Kongress in Mijas hat die Volkspartei (PP) der Provinz Málaga am Samstag den offiziellen Startschuss für den Wahlkampf zu den andalusischen Regionalwahlen am 17. Mai gegeben. Wie auf der Veranstaltung bekannt wurde, wählte die Partei Ana Mata zur neuen Vorsitzenden des PP Mijas. In ihren Reden umrissen die Parteispitzen die strategische Ausrichtung der kommenden Wochen.
Die provinziale PP-Präsidentin Patricia Navarro präsentierte laut einer Berichterstattung von Malagahoy.es die Linie als “konstruktive, vorschlagende und zuversichtliche Kampagne”. Dies stelle einen bewussten Gegensatz dar: “Gegen Hass, Schmutz und Zerrissenheit werden wir uns im PP auf das Wesentliche konzentrieren”, so Navarro. Der Fokus liege darauf, Vorschläge zur weiteren Verbesserung Andalusiens und Málagas vorzulegen.
Personalie Mata und der “andalusische Weg”
Im Mittelpunkt des Kongresses stand die Ernennung von Ana Mata zur lokalen Parteichefin. In den Würdigungen durch Navarro und den nationalen Vizegeneralsekretär für Autonome und Lokale Koordination, Elías Bendodo, wurde Mata als ideale Verkörperung der Parteistrategie dargestellt. Ihr werde eine große Identifikation mit der Bürgerschaft sowie “Nähe, aktives Zuhören und der andalusische Weg” attestiert, der auch vom Regionalpräsidenten Juanma Moreno verkörpert werde. Dieser “andalusische Weg” garantiere Erfolg für die Gemeinde, so Navarro.
Bendodo betonte den generationellen Wechsel und sah in Mata eine Person, die “die Bürger für dieses Projekt der Erneuerung und des Aufschwungs begeistern” könne. Ihre Fähigkeit, die Bedürfnisse der Menschen zu erkennen und Projekte umzusetzen, definiere gute Verwaltung. Dies spiegle sich in der Regierungsbilanz des PP wider: Die Partei stelle in 47 der Gemeinden der Provinz Málaga den Bürgermeister.
Bilanz der Regionalregierung und Angriff auf Gegner
Ein zentraler Teil der Reden war die Verteidigung der bisherigen Arbeit der von Moreno geführten andalusischen Regionalregierung. Navarro führte konkrete Punkte an: Noch nie seien mehr Mittel in das öffentliche Gesundheitssystem geflossen, noch nie habe der andalusische Gesundheitsdienst mehr Fachkräfte beschäftigt und noch nie hätten diese bessere Arbeitsbedingungen vorgefunden. Diese “unwiderlegbare Realität” gelte es weiter zu verbessern, weshalb man zur Wahl antrete.
Gleichzeitig richteten sich scharfe Angriffe gegen politische Konkurrenten. Navarro warnte davor, dass “andere von außen” die seit sieben Jahren herrschende “Ruhe in Andalusien” zerstören wollten. Dabei bezog sie sich laut dem Bericht explizit auf diejenigen, die “eine entpersönlichte und entmenschlichte Partei aus Madrid fernsteuern” – eine klare Anspielung auf den PSOE – sowie auf Personen, die nach Madrid gegangen seien, ohne etwas für die Region zu tun.
Elías Bendodo griff diese Linie auf und charakterisierte den PSOE als “persönliches Projekt von Sánchez”. Das “authentische Sozialismus” habe sich zurückgezogen und warte lediglich ab. Die Sozialisten “gewännen nicht und verwalteten nicht. Sánchez halte nur durch”, lautete sein abschließendes Fazit.
Quelle: Malagahoy.es