Mietwohnungen verkauft: Drei Festnahmen in Sevilla

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Sevilla

Mietwohnungen verkauft: Drei Festnahmen in Sevilla

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Drei mutmaßliche Immobilienbetrüger sind gefasst worden. Sie sollen in Cadiz Mietwohnungen an ahnungslose Käufer verkauft haben – ohne Wissen der rechtmäßigen Eigentümer. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, flog die Bande bei einer als „operación Cuco“ bezeichneten Polizeiaktion auf.

Die Ermittler der UDEF Cadiz hatten die Gruppe über mehrere Monate beobachtet. Die Festnahme erfolgte in zwei Orten der Provinz Sevilla: Dos Hermanas und Los Palacios y Villafranca. Alle drei Beschuldigten sind polizeibekannt und sollen bereits mehrfach mit Eigentumsdelikten aufgefallen sein.

So gingen die Täter vor

Der Plan der Bande war ebenso einfach wie raffiniert: Sie suchten Mietwohnungen aus, mieteten diese unter falschen Identitäten an und verschafften sich so Zugang zu den Objekten. Anschließend begannen sie, gewerbliche Käufer zu akquirieren – vor allem Gesellschaften, die mit Immobilien handeln. Die Preise wählten sie bewusst attraktiv, aber nicht so niedrig, dass sie Verdacht erregt hätten.

Um die Verkäufe formal abzuwickeln, besorgten sich die Betrüger notarielle Vollmachten, die sie mit gefälschten Dokumenten und gestohlenen Identitäten erwirkten. So gelang es ihnen, die Kaufverträge in Notariaten zu unterschreiben, als wären sie die rechtmäßigen Eigentümer. Die Erlöse ließen sie auf Bankkonten überweisen, die zuvor ebenfalls mit erfundenen Personendaten geöffnet worden waren.

Ein bekanntes Muster

Der Fall ist kein Einzelfall. Immobilienbetrug mit angemieteten Wohnungen nimmt in Spanien seit Jahren zu, wie Ermittler immer wieder betonen. Gerade Online-Plattformen erleichtern es Betrügern, sich als Eigentümer auszugeben und Objekte mehrfach zu verkaufen. Oft sind es Eigentümer, die ihre Immobilie nicht selbst nutzen – genau jene, die eine Mietwohnung selten kontrollieren.

Die Polizei sieht in den Festnahmen einen Erfolg gegen die organisierte Wirtschaftskriminalität. Die Beschuldigten müssen sich nun wegen Betrugs, Urkundenfälschung, Identitätsdiebstahls und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verantworten. Auch der Vorwurf der Geldwäsche steht im Raum. Die Ermittlungen dauern an – weitere Beteiligte sind nicht ausgeschlossen.

Quelle: Europa Press


Quelle: europapress.es

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