Mann tötet Eltern mit Hantel in Latina

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Madrid

Mann tötet Eltern mit Hantel in Latina

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Gewalttat im Madrider Stadtteil Latina

Die spanische Hauptstadt kommt nicht zur Ruhe: In der Nacht zum Sonntag hat ein Mann im Stadtteil Latina seine Eltern getötet. Wie die Nationalpolizei mitteilte, wurde der 36-jährige Sohn noch am Tatort festgenommen, nachdem er sich stundenlang in der Wohnung verschanzt hatte.

Hilferuf und Zugriff mit Spezialwerkzeug

Gegen 4 Uhr morgens ging bei den Notrufzentralen ein Anruf ein. Ein Mann meldete sich und gab an, dass man ihn töten wolle. Daraufhin rückten Beamte der Bereitschaftseinheit UPR zum Paseo Husares aus. Da die Tür des Appartements blockiert war, verschafften sich die Einsatzkräfte mit einer hydraulischen Presse, einem sogenannten Ariete, Zutritt zur Wohnung.

Innen bot sich den Beamten ein Bild der Verwüstung: Ein Mann befand sich in einem Zustand höchster Erregung und Gewaltbereitschaft. Offenbar hatte er sich mit einem schweren Gegenstand bewaffnet. Die Polizisten setzten ein Distanzmittel ein, um den Tobenden zu überwältigen. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden sie die Leichen der Eltern – ein 75-jähriger Mann und eine 69-jährige Frau. Daneben entdeckten die Ermittler eine Hantel, die offenbar als Tatwaffe diente.

Psychische Erkrankung als Hintergrund?

Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich bei dem Festgenommenen um einen psychiatrischen Patienten. Die genauen Umstände der Tat sind noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Sohn wird sich wegen des Verdachts des Totschlags verantworten müssen.

Nachbarn zeigten sich schockiert. Die Familie galt in dem Viertel als unauffällig. Die Behörden haben eine Obduktion der Leichen angeordnet, um die genaue Todesursache zu klären. Die Hintergründe der Tat, insbesondere die Frage, ob die psychische Erkrankung des Mannes eine Rolle spielte, werden derzeit untersucht. Wie die Zeitung El País berichtet, soll der 36-Jährige bereits in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung gewesen sein.


Quelle: europapress.es

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