Mangelnde Rentabilität: Fischer legen Boote still

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Caleta De Velez

Mangelnde Rentabilität: Fischer legen Boote still

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Die wirtschaftliche Lage in der Fischerei hat einen kritischen Punkt erreicht. In Caleta de Vélez an der andalusischen Küste haben mehrere Berufsfischer ihre Boote festgemacht, weil sich der Fang nicht mehr rentiert. Wie das Regionalmagazin „Andalucía Directo“ von Canal Sur berichtet, stehen die Einnahmen in keinem Verhältnis zu den Kosten.

Preise decken Kosten nicht

Die zentrale Ursache sind die niedrigen Erlöse im Verkauf. So werden Kisten mit Sardellen nach Angaben der Betroffenen teils für nur 1,50 Euro abgegeben – ein Preis, der die Betriebskosten nicht annähernd deckt. Hinzu kommt die kontinuierliche Verteuerung des Treibstoffs, der zu den größten Ausgabenposten einer jeden Fahrt zählt.

Die Kombination aus sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben hat weitreichende Folgen: Einige Fischer unterbrechen ihre Arbeit vorübergehend, andere verwerfen die angelandeten Fänge gleich wieder, weil sich der Verkauf nicht lohnt.

Existenzangst in der Axarquía

Die Lage bedroht vor allem die kleinteilige Fischerei, die in der Comarca Axarquía seit Generationen zu Wirtschaft und Identität gehört. Die Betroffenen kritisieren das Fehlen wirksamer Hilfen und Maßnahmen, die den Kostendruck abfedern und die Erlöse in der Erzeugung verbessern. Ohne schnelle Gegenmaßnahmen, so warnen sie, drohe ein schleichender Rückzug aus der Fischerei – mit existenziellen Folgen für viele Familien, die vom Meer leben.

Der Bericht von Canal Sur macht deutlich, wie akut der Handlungsdruck in der Branche geworden ist. Die Zukunft der handwerklichen Fischerei in der Region hängt davon ab, ob Politik und Verwaltung nun tragfähige Lösungen anbieten.


Quelle: axarquiaplus.es

Mehr aus Caleta De Velez & Axarquia & Andalusien