Magaluf: 36 Obdachlose in Hotels untergebracht

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Magaluf: 36 Obdachlose in Hotels untergebracht

von Jonas Beck

Zwei Tote bei nächtlichem Wohnhausbrand

In den frühen Morgenstunden des Donnerstags brach in einem Mehrfamilienhaus in der Martí-Ros-García-Straße 18 in Magaluf ein Feuer aus. Laut Angaben der Guardia Civil, die hierzu erste Ermittlungen aufnahm, hatte sich das Feuer gegen 05:00 Uhr auf der dritten Ebene entzündet und sich rasch, insbesondere in den oberen Stockwerken, ausgebreitet. Bei den Löscharbeiten wurden zwei Leichen geborgen. Der Bürgermeister von Calvià, Juan Antonio Amengual, bestätigte, dass es sich bei den Opfern um zwei Bewohner der neunten Etage handelte. Ersten Hypothesen zufolge starben sie an einer Rauchgasvergiftung, als sie über das Treppenhaus zu flüchten versuchten.

”Effekt wie ein Schornstein” behinderte Rettung

Der Direktor der Insel-Notdienste, Joan Fornàs, schilderte die Lage bei Eintreffen der Einsatzkräfte als äußerst bedrohlich. Die Feuerwehr sei auf ein “sehr heftiges” Feuer gestoßen. Entscheidend für die rasche Ausbreitung war nach seinen Worten der sogenannte Kamineffekt im Treppenhaus. Der Rauch zog durch den Schacht nach oben und füllte das gesamte Gebäude, was die Fluchtwege blockierte und die Rettungsarbeiten enorm erschwerte. “Das Treppenhaus verwandelte sich in eine tödliche Falle”, wurde Bürgermeister Amengual von der Nachrichtenagentur Europa Press zitiert.

Gebäude gesperrt, Bewohner vorübergehend umquartiert

Nachdem die Flammen gelöscht waren, ermöglichten die Feuerwehrleute von Mallorca den betroffenen Mietern am Donnerstagmittag, kurzzeitig ihre Wohnungen zu betreten, um Kleidung und notwendige Medikamente zu holen. Anschließend wurden die Räumlichkeiten gekühlt und gelüftet. Das Gebäude wurde offiziell gesperrt. Wie kommunale Techniker mitteilten, bestehe zwar keine unmittelbare Einsturzgefahr, jedoch sei eine umfassende strukturelle Bewertung für den Freitag angesetzt. Bis dahin bleibt die Rückkehr der 36 obdachlos gewordenen Personen ausgeschlossen. Die Lokalverwaltung hat für sie vorläufig Unterkünfte in Hotels der Umgebung organisiert.

Untersuchung der Brandursache und Folgen

Für Freitag ist ein erneuter Zugang von Feuerwehr und Fachleuten zum Gebäude geplant. Das zentrale Ziel ist dabei, den Zeitpunkt für eine mögliche Rückkehr der Bewohner zu bestimmen und die genaue Brandursache weiter zu untersuchen. Die Ermittlungen der Guardia Civil laufen. Die Tragödie wirft Fragen nach dem Brandschutz in dem betroffenen Wohnblock auf, insbesondere angesichts der rapiden Ausbreitung durch das Treppenhaus.


Quelle: europapress.es

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