Kabelbrand im Kühlschrank? Ursachensuche nach tödlichem Hochhausfeuer

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Kabelbrand im Kühlschrank? Ursachensuche nach tödlichem Hochhausfeuer

von Clara Weber

Feuerwehreinsatz in den frühen Morgenstunden

In den frühen Morgenstunden wurde ein Apartmentkomplex im bekannten Ferienort Magaluf auf Mallorca von einem verheerenden Brand heimgesucht. Das Feuer brach gegen 5:15 Uhr in einer Wohnung im dritten Stock des Gebäudes Trianon II aus. Nach ersten Angaben von Rettungskräften kamen zwei Personen ums Leben, die in verschiedenen Wohnungen des neunstöckigen Hauses lebten. Ersten Untersuchungen zufolge starben die Opfer vermutlich an einer Rauchgasvergiftung, als sie versuchten, aus dem Gebäude zu fliehen.

Bewohner schildern den Moment des Schreckens

Der Bewohner der Wohnung, in der das Feuer seinen Ursprung nahm, bemerkte die Flammen zuerst und versuchte, sie mit Wasser und einem Feuerlöscher selbst zu bekämpfen. “Er hat es probiert, aber das Feuer nicht löschen können”, berichtete Eduardo Sánchez, ein Nachbar aus dem ersten Stock, gegenüber lokalen Medien. Die meisten Menschen im Gebäude wurden im Schlaf überrascht. Eine britische Bewohnerin der zweiten Etage wurde von dichtem Rauch geweckt, der sich schnell im Treppenhaus ausbreitete. “Wir haben den Rauch bemerkt und sind sofort rausgerannt”, schilderte sie die angsterfüllten Momente.

Auch Anwohner des benachbarten Gebäudes Trianon I wurden von den Schreien geweckt. Zunächst dachten sie an nächtlichen Lärm von Feiernden, wie es in der Gegend oft vorkommt. “Aber es waren verzweifelte Schreie. Es roch stark nach Rauch, und als wir aus dem Fenster sahen, erkannten wir das ganze Ausmaß des Feuers”, erzählten die Hotelmitarbeiter Jairo und Rafa.

Defekter Kühlschrank als Hauptverdächtiger

Die zuständige Guardia Civil ermittelt noch zur genauen Brandursache. Derzeit konzentriert sich die Hauptspur jedoch auf einen elektrischen Defekt in einem Kühlschrank in der Ursprungswohnung. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, müssen die Experten allerdings noch die betroffene Wohnung betreten und genauer untersuchen, um diese Hypothese zu bestätigen. Solche technischen Defekte in Haushaltsgeräten gelten immer wieder als unterschätzte Brandrisiken.

Untersuchungen laufen

Die Behörden sind damit beschäftigt, weitere Zeugenaussagen zu sammeln und die offizielle Ursache festzustellen. Die Trauer in der Wohnanlage ist groß, während die Ermittler versuchen, die genauen Abläufe der tragischen Nacht zu rekonstruieren.


Quelle: diariodemallorca.es

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