Madrid aktualisiert Schutzstatus der Casa de Campo

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Madrid aktualisiert Schutzstatus der Casa de Campo

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Überarbeitung des Schutzstatus

Die Comunidad de Madrid hat die formellen Schritte zur Änderung des Status der Casa de Campo als Bien de Interés Cultural (BIC) eingeleitet. Wie aus einer Veröffentlichung im offiziellen Amtsblatt der Region hervorgeht, soll die Einstufung als historische Stätte an aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen und den erweiterten Wissensstand angepasst werden.

Die Revision betrifft laut dem veröffentlichten Beschluss sowohl die verwaltungstechnische Basis als auch die inhaltliche Tiefe der Schutzbestimmungen. Ein zentraler Punkt ist die präzisere Definition von Nutzungsmöglichkeiten für einzelne Bereiche des weitläufigen Areals, insbesondere für die historische Venta del Batán.

Neue Regeln für die Venta del Batán

Der aktuelle Schutzstatus aus dem Jahr 2010 legt für die Venta del Batán vor allem die Haltung von Kampfstieren und den Betrieb der Tauromachie-Schule fest. Der neue Vorschlag erweitert diese Definition erheblich. So sollen künftig auch der Transport der Tiere, die Instandhaltung der Corrales sowie die Sanierung weiterer Gebäude als charakteristische Aktivitäten gelten.

Der Katalog der zulässigen Nebennutzungen wurde ebenfalls ausgeweitet. Neben dem Lehrbetrieb der Stierschule sind nun ausdrücklich auch Gastronomie, kulturelle Events mit Bezug zum Stierkampf, Messen und Kongresse sowie ein darauf ausgerichteter Einzelhandel vorgesehen. Selbst Wohnnutzung ist in streng begrenztem Rahmen für das Aufsichtspersonal und die Tierpfleger angedacht. Alle Nutzungen bleiben jedoch der Auflage unterworfen, den Denkmalwert des Ensembles nicht zu beeinträchtigen.

Abstimmung mit laufenden Projekten

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, überschneiden sich Teile dieser Vorschläge mit einer bereits 2025 zwischen der Stadt Madrid und der Region vereinbarten Nutzungsüberlassung für das Gelände. Schon damals wurden dort Stierkampf-Festivitäten, praktische Übungen und kulturelle Veranstaltungen als zulässig definiert.

Die Überarbeitung betrifft zudem Bereiche, die für das künftige Kulturprojekt „Real Casa de Campo“ relevant sind. Für die Gärten von Felipe II. und den historischen Kern sieht der Entwurf vorrangig kulturelle und Erholungsnutzungen vor. Die Casa de los Vargas selbst soll weiterhin museal genutzt werden.

Eigenständige Regelungen für See und Werkstatt

Erstmals erhalten der Große See und die historische Steinmetz-Werkstatt eine eigene Regulierung innerhalb des Schutzstatus. Am See sind Sport-, Freizeit- und Gastronomieangebote geplant, die jedoch den historischen Wassersystemen untergeordnet bleiben. Die Werkstatt soll als Ort für Handwerkstechniken und Denkmalpflege dienen. Für die alten Messehallen und die ehemalige Jugendherberge werden ebenfalls neue, an die heutigen Bedürfnisse angepasste Nutzungsprofile festgelegt, darunter soziale Einrichtungen.

Die Regionalverwaltung begründet die Novelle mit dem fortschreitenden Erkenntnisgewinn über die historische Substanz des Parks sowie mit der Notwendigkeit, das Schutzregime mit dem 2023 reformierten Kulturdenkmalgesetz der Region in Einklang zu bringen.


Quelle: europapress.es

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