Kanaren prüfen Ursachen des Stromausfalls

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Tias

Kanaren prüfen Ursachen des Stromausfalls

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Beinahe vollständiger Blackout in den frühen Morgenstunden

In der Nacht zum Samstag ist es auf den Kanareninseln Lanzarote und La Graciosa zu einem nahezu vollständigen Stromausfall gekommen. Nach Angaben der Regionalverwaltung fiel das Netz gegen 5:45 Uhr aus, bevor die Versorgung gegen 7:13 Uhr weitgehend wiederhergestellt war. Der Vorfall legte weite Teile beider Inseln lahm.

Region fordert technische Analyse

Das für Energie zuständige Ministerium der Kanarischen Regierung hat die für das Stromnetz verantwortlichen Unternehmen um eine detaillierte Stellungnahme gebeten. Im Zentrum steht die Frage, welche technischen Defekte den Ausfall ausgelöst haben könnten. Die Behörde kündigte an, die laufenden Untersuchungen eng zu begleiten und bei festgestellten Pflichtverletzungen rechtliche Schritte einzuleiten.

Ersten Erkenntnissen zufolge liegt die Ursache in einer Störung im 66-Kilovolt-Netz der Umspannstation Mácher in der Gemeinde Tías. Von dort aus wird ein Großteil der Insel mit Strom versorgt. Die genauen Umstände des Vorfalls sind jedoch noch unklar.

Infrastruktur im Fokus

Die Regierung verwies im Zusammenhang mit dem Blackout auf bestehende Investitionen in die Energieinfrastruktur. Bereits zu Beginn der Legislaturperiode war die Energielage zur Notlage erklärt worden. Neben der Modernisierung von Leitungen werden demnach auch Batteriespeicher installiert, um das System bei Störungen stabiler zu machen.

Zu den prioritären Projekten in Lanzarote zählt der Neubau der Stromtrasse zwischen Tías und Playa Blanca. Diese Verbindung soll das Netz langfristig entlasten und eine zuverlässigere Versorgung ermöglichen. Die bestehende Leitung soll nach Inbetriebnahme der neuen Trasse zurückgebaut werden. Wie die Regionalregierung mitteilte, zeige der Vorfall einmal mehr, wie dringend der Ausbau der Stromnetze auf den Inseln sei.


Quelle: europapress.es

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