
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Fünf Jahre Haft nach Brandanschlag bestätigt
Brandanschlag mit Folgen für Anwohner
Das Tribunal Superior de Justicia de Andalucía (TSJA) hat die Freiheitsstrafe von fünf Jahren gegen einen Mann bestätigt, der im Oktober 2021 ein Bar-Lokal in Sanlúcar de Barrameda in Brand gesetzt hatte. Das Urteil der Provinz-Audienz von Cádiz bleibt damit rechtskräftig. Der Vorfall hatte nicht nur das Geschäft selbst erheblich beschädigt, sondern auch die Fassade des darüberliegenden Wohngebäudes in Mitleidenschaft gezogen. Mehrere Bewohner, darunter ein Minderjähriger, mussten wegen Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt werden.
Tathergang in der Nacht
Wie aus der Gerichtsentscheidung hervorgeht, ereignete sich die Tat in der Nacht zum 12. Oktober 2021. Der Verurteilte zündete damals – ausweislich des Urteils in der Absicht, fremdes Eigentum zu beschädigen – mit einem Brandbeschleuniger und einem Lötgerät Mobiliar an, das vor dem Lokal abgestellt war. Das Feuer griff rasch auf das gesamte Innere des Betriebs über. Zudem erfassten die Flammen die Hausfassade der oberen Etage, wodurch die Sicherheit der dort lebenden Menschen erheblich gefährdet war. Nach der Tat entfernte sich der Täter vom Ort des Geschehens.
Berufung ohne Erfolg
Die Verteidigung des Verurteilten hatte gegen das erstinstanzliche Urteil Revision eingelegt und dabei eine Verletzung des Rechts auf Unschuldsvermutung geltend gemacht. Sie argumentierte, die Beweise seien nicht ausreichend, um die Täterschaft zweifelsfrei zu belegen. Das TSJA wies diese Einwände jedoch zurück. Die obersten Richter verwiesen darauf, dass sich das Erstgericht unter anderem auf Zeugenaussagen und auf eine Videoaufzeichnung der Überwachungskameras des Lokals gestützt habe. Bei deren Sichtung hätten die Berufsrichter den Angeklagten zweifelsfrei als Täter identifiziert.
Belastendes Videomaterial
Bemerkenswert ist die Einschätzung des TSJA zum Beweiswert des Videomaterials: Die Aufnahme sei entgegen der Darstellung der Verteidigung keineswegs arm an Details gewesen. Das Gericht habe das Video selbst überprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass die Audienz über hinreichend belastende Beweise verfügte, um die Schuld des Angeklagten festzustellen. Die Entscheidung stützt damit die Argumentation der ersten Instanz vollumfänglich.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, basiert die Bestätigung des Urteils auf der Überzeugung der Richter, dass die Beweiskette lückenlos ist.
Quelle: europapress.es