Zwei Gewaltverbrecher an der Costa del Sol gefasst
Estepona

Zwei Gewaltverbrecher an der Costa del Sol gefasst

von Redaktion

Die spanische Polizei hat an der sonnigen Küste von Málaga zwei international gesuchte Männer festgenommen. Wie die Policía Nacional berichtet, wurden die beiden Männer im Raum Estepona und Marbella gefasst. Sie standen auf den internationalen Fahndungslisten von Interpol, ausgestellt auf Ersuchen der Türkei und der Ukraine. Beide sollen in schwere Gewaltverbrechen mit Schusswaffen verwickelt sein.

Erster Festnahme: Verdacht auf Beihilfe zum Mord Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle am 9. März in Estepona identifizierten Beamte einen der Insassen eines Fahrzeugs. Es handelte sich um einen 26-jährigen Türken. Ihm wurde eine Interpol-Fahndung zur Last gelegt. Den Ermittlungen zufolge soll er im September 2023 in der türkischen Stadt Izmir Kontakt zu den mutmaßlichen Tätern eines tödlichen Schusswechsels gehalten und ihnen sogar bei der Flucht geholfen haben.

Zweiter Festnahme: Schwer verletzt bei Attentat Nur eine Woche später, am 16. März, kam es in Marbellas Stadtteil Nueva Andalucía zum zweiten Zugriff. Dort nahmen Spezialkräfte einen 34-jährigen Ukrainer fest. Auch gegen ihn lag ein internationaler Haftbefehl vor. Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2019 in der ukrainischen Stadt Saporischschja einen Mordversuch begangen zu haben. Das Opfer erlitt dabei drei Schussverletzungen und wurde schwer verletzt. Nur das schnelle Eingreifen von Rettungskräften habe Schlimmeres verhindert, so die Polizei.

Erfolg verstärkter Kontrollen Laut der Provinzkommissariat von Málaga sind diese Festnahmen ein Ergebnis der intensivierten Sicherheitskontrollen zur Kriminalprävention an der Costa del Sol. Beide Fälle wurden der zuständigen Ermittlungsrichterin am Nationalen Gerichtshof (Audiencia Nacional) übergeben, die für internationale Rechtshilfeersuchen verantwortlich ist. Die Aktionen zeigen, wie die internationale polizeiliche Zusammenarbeit auch außerhalb der EU-Grenzen funktioniert, um mutmaßliche Straftäter zu stellen.

Quelle: Policía Nacional