Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Ibiza eröffnet 24-Stunden-Zentrum für Opfer sexueller Gewalt
Neuer Anlaufpunkt für betroffene Frauen
Auf Ibiza hat ein spezialisiertes Krisenzentrum für Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, seine Arbeit aufgenommen. Der sogenannte “Espai Savina” ist ganzjährig und rund um die Uhr erreichbar und richtet sich an Frauen über 16 Jahre. Wie die Inselregierung von Ibiza mitteilte, soll das Zentrum eine sofortige, umfassende und koordinierte Hilfe für die Betroffenen sicherstellen.
Die Dienstleistungen umfassen eine erste psychologische Betreuung, rechtliche Beratung sowie Informationen über die weiteren Verfahrensschritte. Ein bereits aktiver, gebührenfreier Notruf (900 009 888) dient als erster Kontaktpunkt und kann das komplette Hilfsangebot zu jeder Tages- und Nachtzeit aktivieren.
Regierungschefin betont Bedeutung des Schrittes
Bei der Eröffnung des Zentrums betonte die Präsidentin der balearischen Regionalregierung, Marga Prohens, die Wichtigkeit dieses Angebots. “Dieses Zentrum ist ein fester Schritt im Engagement der Regierung für den Schutz von Frauen und die Garantie einer sofortigen, nahegelegenen und spezialisierten Hilfe bei jeder Situation von Gewalt”, sagte Prohens laut einer Pressemitteilung. Sie wurde bei ihrem Besuch von mehreren Regierungsmitgliedern begleitet, darunter der Sozialministerin Sandra Fernández.
Fernández verwies darauf, dass mit dem “Espai Savina” die Hilfsnetzwerke um einen essenziellen Dienst erweitert würden, der die Opfer in den Mittelpunkt stelle und sie während ihres gesamten Genesungsprozesses begleite. Das Zentrum auf Ibiza ist nach ähnlichen Einrichtungen auf Mallorca und Menorca das dritte seiner Art auf den Balearen.
Finanzierung und Hintergrund
Der Betrieb des Zentrums wurde an den Dienstleister Intress vergeben. Die Kosten für das Personal in Höhe von schätzungsweise 400.000 Euro pro Jahr übernimmt die Regionalregierung durch das Balearische Fraueninstitut (IbDona). Dies soll, so die Angaben, die Nachhaltigkeit und Qualität des Dienstes gewährleisten.
Der Bedarf für ein derartiges Angebot ist gegeben: Allein die Frauenberatungsstelle auf Ibiza verzeichnete im vergangenen Jahr mehr als 50 Fälle im Zusammenhang mit sexuellen Übergriffen. Der 24-Stunden-Notruf des IbDona, der ebenfalls weiterhin erreichbar ist, registrierte 2025 für Ibiza 537 Anrufe – das entspricht 12,7 Prozent aller Anrufe auf den Balearen.