Dana-Gebiete rüsten sich gegen neue Unwetter

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Aldaia

Dana-Gebiete rüsten sich gegen neue Unwetter

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Präventive Maßnahmen an kritischen Infrastrukturen

Die Gemeinde Aldaia im Großraum Valencia hat am Donnerstag mit der Installation mobiler Flutschutzbarrieren am Barranco de la Saleta begonnen. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, reagiert die Lokalverwaltung damit auf die von der spanischen Wetterbehörde Aemet ausgegebene Warnstufe Rot für die Provinzen Valencia und Castellón. Die Entscheidung fiel, nachdem die zunächst geltende orangene Warnung im Tagesverlauf verschärft worden war.

Bürgermeister Guillermo Luján erläuterte gegenüber Europa Press Television, dass die Barrieren Teil eines mehrstufigen Schutzsystems seien. Man habe die Durchflusshöhe des Barrancos auf 1,40 Meter abgesenkt, um das ankommende Wasser schneller aus dem Gemeindegebiet abzuleiten. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, stünden zusätzliche Verschlusselemente bereit.

Umfassende Schutzmaßnahmen in der gesamten Region

Über Aldaia hinaus haben zahlreiche weitere Kommunen, die im Oktober 2024 von der zerstörerischen Dana heimgesucht wurden, ähnliche Vorkehrungen getroffen. In Alaquàs, Torrent, Catarroja, Picanya, Sedaví, Benetússer, Riba-roja, Paiporta, Chiva und Albal wurden vorsorglich der Schulbetrieb sowie städtische Einrichtungen geschlossen. Parks, Friedhöfe und öffentliche Gärten sind gesperrt, in bestimmten Bereichen gelten Parkverbote. Die örtlichen Behörden appellieren an die Bevölkerung, sich in höheren Stockwerken aufzuhalten und unnötige Fahrten zu vermeiden.

In Alaquàs konzentrierten sich die Arbeiten nach Angaben der Gemeindeverwaltung auf eine "intensive und außergewöhnliche" Reinigung der Kanalisation und Gullys an kritischen Punkten. Zusätzlich wurden Zugänge zu öffentlichen Gebäuden, Schulen und anderen gefährdeten Einrichtungen mit Sandsäcken gesichert. Auch die Sicherung von Baustellen sowie die Kontrolle von Bewässerungskanälen und Gräben standen im Fokus der Einsatzkräfte.

Koordinierung und Appelle an die Bevölkerung

Die Kommunen haben ihre Krisenstäbe (CECOPAL) einberufen und verweisen die Bürger auf die offiziellen Kanäle von Aemet und des Notfallkoordinierungszentrums 112 der Generalitat Valenciana. Man werde die Lageentwicklung kontinuierlich beobachten und über soziale Netzwerke und Webseiten aktualisieren.

In Aldaia wurde die Bevölkerung am Vormittag per mobiler Lautsprecherdurchsage aufgefordert, Fahrzeuge aus den gefährdeten Bereichen entlang des Barrancos zu entfernen. Bürgermeister Luján betonte, dass die Fahrzeuge auf höher gelegenen Flächen abgestellt werden sollten, da die Kombination aus lokalem Starkregen und zufließendem Wasser aus dem Hinterland die Hauptgefahr darstelle. Diese Konstellation sei maßgeblich für die verheerenden Überschwemmungen vor zwei Jahren verantwortlich gewesen.

Psychologische Belastung in der Bevölkerung

Luján verwies zudem auf die psychologischen Auswirkungen der aktuellen Lage. Der Empfang des ES-Alert-Systems am Morgen sowie die erneute Bedrohung durch schwere Unwetter lösten bei vielen Menschen Erinnerungen an die Ereignisse von 2024 und sichtbare Angstzustände aus. Man beobachte eine große Verunsicherung in der Bevölkerung.

Die Schulschließungen und die Einstellung des Betriebs öffentlicher Einrichtungen in Aldaia sind zunächst bis zum Mittag des Folgetags befristet. Der Bürgermeister kündigte an, die Maßnahmen bei Bedarf zu verlängern. Er forderte von der Regionalregierung eine klare und einheitliche Führungslinie im Krisenmanagement, um abgestimmte Entscheidungen wie etwa über Schulschließungen zu gewährleisten.


Quelle: europapress.es

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