
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Bürgermeister nach sexueller Belästigung entlassen
Ortsvorsteher nach übergriffigen Kommentaren suspendiert
Ein Ortsvorsteher in der Gemeinde Elche ist von seinem Posten entfernt worden, nachdem eine Frau ihn wegen sexueller Belästigung angezeigt hat. Wie aus den Ermittlungsunterlagen hervorgeht, soll er der Frau gegenüber sexualisierte und herabsetzende Kommentare gemacht haben.
Der Vorfall an einem Apriltag
Laut der Anzeige, über die verschiedene Medien berichteten, ereignete sich der Vorfall am 22. April gegen 13:30 Uhr in Arenales del Sol. Nach einem anfänglich harmlosen Gespräch über Sport soll der als Alejandro García Raduán identifizierte Politiker plötzlich und ohne Zustimmung der Frau ein sexualisiertes Verhalten gezeigt haben. Die Denunziantin beschreibt ein Machtgefühl aufgrund seines Amtes und des Altersunterschieds.
Angeblich gespeichert als „PUTITA“ und Fotos in Tanga gefordert
Konkret wirft die Frau dem Ortsvorsteher vor, ihr gegenüber geäußert zu haben, er könnte sie in seinem Handy unter dem Namen „PUTITA“ gespeichert haben – eine Aussage, die bei ihr sofort ein Gefühl der Demütigung ausgelöst habe. Laut dem Bericht der Polizei soll er sie weiterhin aufgefordert haben, sich für ihn „Brustimplantate setzen zu lassen“, um sie fotografieren zu können. Außerdem habe er Fotos am Strand in Tanga und die Erstellung eines OnlyFans-Accounts vorgeschlagen. Ein weiterer Kommentar über ein Piercing, abgegeben in Anwesenheit einer Zeugin, habe zu einer deutlichen Zurückweisung geführt.
Schnelle Reaktion der Behörden
Die Frau erstattete noch am selben Tag Anzeige bei der Policía Nacional. Bereits gegen 15:30 Uhr wurde eine Streife der Policía Local vor Ort protokolliert. Die Stadtverwaltung von Elche reagierte umgehend, nachdem sie von der Anzeige erfahren hatte. Bürgermeister Pablo Ruz unterschrieb noch am Vormittag des 24. April die Entlassungsurkunde. In einer Stellungnahme verurteilte er das mutmaßliche Verhalten auf das Schärfste und betonte, dass solches Benehmen in der Gesellschaft und besonders bei einem gewählten Vertreter keinen Platz habe.
Die Anzeige liegt nun bei den zuständigen Justizbehörden, während der ehemalige Ortsvorsteher über seinen Anwalt noch nicht öffentlich Stellung bezogen hat. Die schnelle Amtsenthebung wird von lokalen Bürgerinitiativen als wichtiges Signal in solchen Fällen gewertet.