
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Bendodo attackiert Regierung nach DANA-Katastrophe
Politiker fordert schnelleres Handeln
Der Vizesekretär für Autonome und Kommunalpolitik der PP, Elías Bendodo, hat in Utiel eine klare Kritik an der nationalen Regierung formuliert. Die Hilfe für die Gemeinden, die von der schweren DANA (Isolierte Höhenstörung) Ende Oktober 2024 betroffen waren, kommt aus seiner Sicht zu schleppend. "Der Staatsregierung kann man beim Wiederaufbau einfach nicht beikommen – sie ist nicht da und man kann sie auch nicht erwarten", sagte Bendodo gegenüber Medien. Die Flutkatastrophe hatte in der Provinz Valencia 230 Todesopfer gefordert.
Bendodo besuchte Utiel, eine der ersten und besonders stark betroffenen Gemeinden, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Er lobte die lokalen Entscheidungsträger, wie Bürgermeister Ricardo Gabaldón, den Präsidenten der Provinzverwaltung Valencia, Vicent Mompó, und den Regierungschef der Autonomen Gemeinschaft, Juanfran Pérez Llorca, für ihren Einsatz. Doch gegen die übergeordnete Ebene richtete sich sein Ärger.
Morant und Spanien im Fokus der Kritik
Zwei valencianische Minister in der Madrider Regierung wurden besonders ins Visier genommen. Der neue Finanzminister Arcadi España, der früher in der Regionalregierung unter Ximo Puig für eine Reform des Finanzsystems kämpfte, wird nun für sein Schweigen zu diesem Thema kritisiert. "Jetzt, wo er Finanzminister ist, sagt er kein Wort, hat seine früheren Forderungen vergessen und unterstützt das Finanzsystem im Zustand des Separatismus", so Bendodo.
Ebenfalls angegriffen wurde die Ministerin für Wissenschaft, Innovation und Universitäten sowie PSPV-Generalsekretärin, Diana Morant. Bendodo behauptet, ihr "Gewicht oder angenommenes Gewicht in der Regierung" habe nicht existiert, um die Hilfen zu beschleunigen. "Sie sagt einfach Ja zu allem, was von ihrem großen Chef, Pedro Sánchez, ausgeht."
Mit einer deutlichen Warnung adressierte Bendodo die Ministerin direkt: "Wenn sie wissen möchte, was ihr politisches Zukunft ist, sehr einfach: Sie sollte auf Aragón schauen, sie sollte auf Andalusien schauen, aber vor allem sollte sie sich ein wenig um die Comunitat Valenciana sorgen, denn sie ist auch Ministerin der spanischen Regierung." Er verglich ihre Lage mit früheren Kabinettsmitgliedern, die von Sánchez "in Brand gesetzt" worden seien, um sich selbst zu retten.
Bürokratie als Hauptproblem
Ein Kernvorwurf ist die überbordende Bürokratie, die den Wiederaufbau ausbremsen soll. Bendodo und Vicent Mompó, der ebenfalls anwesend war, betonten, dass die lokalen Verwaltungen alles tun, was möglich ist, doch die Verfahren der staatlichen Ebene zu langsam sind. "Monate kann es dauern, oder Jahre, um eine Maßnahme zu beenden, die sehr urgent ist", beklagte Bendodo.
Mompó konkretisierte die Probleme: Es fehle an Architekten und technischen Personal, um die vom Staat zugewiesenen Mittel überhaupt ausgeben zu können. Dies führt zu grundlegenden Verzögerungen. Ein besonders symbolträchtiges Beispiel ist die Nahverkehrslinie C-3, die für die gesamte Region unverzichtbar ist und noch nicht wiederhergestellt ist. Der Minister für Transport, Óscar Puente, hatte angekündigt, die Rekonstruktion für eine Elektrifizierung und Verdopplung der Strecke zu nutzen – "aber ein Jahr und ein halbes später, keine Elektrifizierung, keine Verdopplung, keine Zeitpläne", so Mompó.
Appell an die Regierung
Bendodo stellte die Arbeit der lokalen und regionalen Politiker als "Kunst des Möglichen" gegen die "Ideologisierung von allem" und den "Sanchismus", der Bürger nach ihrer Wahlfarbe bestrafen soll. Seine abschließende Botschaft war ein Appell: Die Regierung sollte "nicht darauf schauen, wen die Bürger wählen, sondern darauf, was die Bürger brahmen, egal wen sie wählen."
Die Reaktion der betroffenen Minister auf diese öffentliche Kritik bleibt abzuwarten. Die politischen Spannungen zwischen der PP und der nationalen Regierung im Kontext der Katastrophenbewältigung sind, wie von europapress.es berichtet, damit weiter zugespitzt.
Quelle: europapress.es