Zwei Boote mit Migranten vor Formentera gerettet
Balearen

Zwei Boote mit Migranten vor Formentera gerettet

von Redaktion

Rettungsaktion in der Nacht
Im Schutz der Dunkelheit erreichten in den frühen Stunden des Sonntag zwei sogenannte Pateras die Küste von Formentera. Beide Boote wurden von der Guardia Civil aufgefunden und alle Personen an Bord sicher in Land gebracht. Insgesamt handelte es sich um 27 Menschen aus dem Maghreb.

Erste Patera auf offener See
Die erste der beiden kleinen, oft überfüllten und gefährlichen Boote wurde gegen 00:20 Uhr etwa acht Meilen südlich der Balearen-Insel Formentera entdeckt. Auf dem Boot waren 17 Personen. Der maritime Dienst der Guardia Civil und die Seenotrettung (Salvamento Marítimo) führten den Einsatz auf dem Wasser aus, wie die Guardia Civil berichtet.

Zweite Patera bereits an Land
Nur etwa eine Stunde später, gegen 01:20 Uhr, wurde eine zweite Patera in der Zone S’Estufador auf Formentera selbst interceptiert. Dieses Boot hatte bereits die Küste erreicht und trug zehn weitere Personen, ebenfalls mit maghrebinischen Hintergrund. Hier waren das örtliche Posten der Guardia Civil und eine Sicherheitseinheit (USECIC) im Einsatz.

Hintergrund: Die Route über das Mittelmeer
Die Balearen, insbesondere die kleineren Inseln wie Formentera, sind in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel oder Zwischenstation für Migranten auf dem Mittelmeerweg geworden. Die Überfahrten mit oft seeuntüchtigen Booten sind extrem riskant. Die Zahl der Ankünfte auf dieser Route schwankt, bleibt aber ein konstantes Thema für die lokalen Behörden und Rettungskräfte.

Die Guardia Civil hat in diesem Fall eine koordinierte Operation durchgeführt, die sowohl auf See als auch an Land erfolgreich war. Alle 27 Personen wurden aus den Booten gebracht und werden nun den vorgeschriebenen Verfahren unterzogen.