Drei Tote an Bord eines Bootes vor Cartagena
Tödliche Irrfahrt auf dem Mittelmeer Ein französisches Kriegsschiff hat am Montagnachmittag ein Boot in Seenot entdeckt. Die Besatzung fand darin fünf männliche Migranten vor. Drei von ihnen waren bereits tot, wie die Regierungsdelegation in der Region Murcia mitteilte. Das Boot trieb etwa 25 Seemeilen vor der Küste der süspanischen Hafenstadt Cartagena.
Einsatz der Seenotretter Auf die Alarmierung hin setzte die spanische Seenotrettungsorganisation Salvamento Marítimo sofort die Rettungsyacht ‘Salvamar Draco’ in Marsch. Die Besatzung nahm sowohl die beiden Überlebenden als auch die drei Verstorbenen an Bord. Das Schiff steuerte anschließend den Hafen von Santa Lucía in Cartagena an.
Versorgung und Ermittlungen an Land An der Mole wurden die drei Leichen geborgen. Die beiden Überlebenden wurden vom Spanischen Roten Kreuz medizinisch versorgt und anschließend in das Santa Lucía Krankenhaus gebracht. Dort übernahm die Nationalpolizei die Obhut über die beiden Männer. Die Hintergründe der tödlichen Reise werden nun ermittelt.
Ein düsterer Hintergrund Die Zahl der Menschen, die auf der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa sterben, bleibt erschreckend hoch. Allein in den ersten Monaten dieses Jahres meldet die Internationale Organisation für Migration (IOM) Hunderte von Vermissten und Toten auf dieser Route. Der Fund vor Cartagena ist ein weiterer tragischer Beleg für die anhaltende humanitäre Krise.