A-2: Unfall zeigt, wer wirklich schuld ist

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Madrid

A-2: Unfall zeigt, wer wirklich schuld ist

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Es ist das Szenario, das sich auf Spaniens Straßen tagtäglich wiederholen könnte: Ein Fahrzeug fährt auf ein stehendes Hindernis auf, weil die Reaktion zu spät kommt. Am Dienstagnachmittag zahlten eine Mutter und ihre beiden 13-jährigen Töchter dafür einen hohen Preis. Ihr Wagen prallte gegen 17 Uhr auf der A-2 in Madrid in den hinteren Teil eines Linienbusses der EMT. Wie Europa Press unter Berufung auf Emergencias Madrid berichtet, stand der Bus der Linie 115 an einer Haltestelle auf der Begleitfahrbahn in Höhe von Hortaleza.

Eine Haltestelle ist kein Hindernis

Wer jetzt den Busfahrer oder die Haltestelle verantwortlich machen will, liegt falsch. Der Bus stand nicht im fließenden Verkehr, sondern an der ausgewiesenen Stelle. Auffahrunfälle sind fast immer Folgen von zu geringem Abstand, zu hoher Geschwindigkeit oder schlicht Unaufmerksamkeit. Genau das zeigt dieser Fall auf drastische Weise: Ein stehender Bus ist kein unberechenbares Hindernis, sondern ein vorhersehbarer Punkt – wenn man hinschaut.

Rettung eingeklemmter Insassen

Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass die drei Insassen in ihrem Fahrzeug eingeklemmt wurden. Erst die Feuerwehr konnte sie befreien. Die etwa 40 Jahre alte Mutter erlitt einen Beinbruch, ihre Töchter mehrere Traumata. Samur-Protección Civil versorgte die Verletzten und brachte sie mit potenziell schweren Verletzungen in das Krankenhaus La Paz. Die Stadtpolizei begleitete die Transporte, die Guardia Civil übernahm die Unfallaufnahme. Der rechte Fahrstreifen der A-2 musste zeitweise gesperrt werden; die Generaldirektion Verkehr (DGT) meldete Stau bis Canillejas.

Die Lehre aus dem Unfall

Dieser Unfall war kein Schicksal, sondern die Folge riskanten Verhaltens. Wer die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch Unbeteiligte. Dass Mutter und Töchter mit dem Leben davonkamen, ist kein Grund zur Entwarnung, sondern ein Weckruf. Sicherheitsabstand ist keine Schikane, sondern Lebensschutz. Wer das ignoriert, muss mit den Konsequenzen leben – oder wird von ihnen eingeholt.

Quelle: Europa Press


Quelle: europapress.es

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