
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
84 neue Sozialwohnungen in Alcalá gestartet
Spatenstich für bezahlbaren Wohnraum
In der Gemeinde Alcalá de Guadaíra nahe Sevilla haben die Bauarbeiten für 84 neue Sozialwohnungen (VPO) begonnen. Die Provinzverwaltung von Sevilla (Diputación) beteiligt sich mit knapp acht Millionen Euro an dem Vorhaben, das über das Wohnungsbauprogramm „Sevilla 2030“ finanziert wird. Das Geld stammt aus einer eigens eingerichteten Subventionslinie der Provinzregierung.
Die künftigen Zwei-Zimmer-Wohnungen entstehen im Viertel Cornisa del Zacatín und werden mit Garage und Abstellraum ausgestattet. Die monatliche Miete ist auf 350 Euro gedeckelt, was der von der Diputación festgelegten Höchstgrenze für geförderte Mietwohnungen entspricht. Bauherrin ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft VIVE Alcalá, die damit ihr erstes großes Projekt realisiert.
Politik soll „der Bevölkerung nutzen“
Bei einem Besuch der Baustelle betonte Javier Fernández, Präsident der Diputación, die Bedeutung des Projekts: „Der Zugang zu Wohnraum ist eine der größten sozialen Herausforderungen unserer Zeit.“ Die Politik müsse hier Antworten liefern. „Es gibt kaum etwas Nützlicheres, als den Menschen den Weg zu einer eigenen Wohnung zu ebnen“, so Fernández weiter. Er verwies darauf, dass die Provinzverwaltung bereits seit Beginn der Legislaturperiode 2023 daran arbeite, den Kommunen den Bau öffentlicher Wohnungen zu erleichtern – nun gehe es von der Planung in die Umsetzung.
Bürgermeisterin Ana Isabel Jiménez hob die Dringlichkeit des Projekts hervor: Die Nachfrage nach Wohnraum in Alcalá sei „enorm und unmittelbar“. Sie dankte der Provinzverwaltung für die Übernahme der Hälfte der Kosten und lobte den Einsatz moderner Bauweisen. Durch die industrialisierte Fertigung von Bauteilen werde die Bauzeit deutlich verkürzt und die Qualität gesteigert.
Programm mit landesweiter Strahlkraft
Die Förderung reiht sich ein in das Programm „Sevilla 2030“, das insgesamt 37 Projekte in 31 Gemeinden der Provinz unterstützt. Rund 70 Millionen Euro werden dabei mobilisiert, um mehr als 1.180 Wohnungen zu schaffen – davon 657 zum Kauf, 388 zur Miete und 137 im Modell Miete mit Kaufoption. Für Kaufwohnungen gilt ein Preislimit von 115.000 Euro, für Mietwohnungen die genannte Obergrenze von 350 Euro. Wie die Provinzverwaltung mitteilt, sind auch für 2027 wieder Mittel eingeplant: 27,45 Millionen Euro stehen dann für den Wohnungsbau bereit.
Über die Kommunen hinaus engagiert sich die Diputación auch direkt: Über ihre Gesellschaft Sevilla Activa entstehen weitere Projekte, etwa 50 Wohnungen in Los Palacios y Villafranca oder 31 in Morón de la Frontera. Auch in der Provinzhauptstadt Sevilla läuft die Planung für ein größeres Vorhaben im Stadtteil Quarto weiter – der Baubeginn ist dort für 2027 avisiert.
Effizienter bauen mit neuer Technik
Ein besonderes Merkmal des Projekts in Alcalá ist der Einsatz industrialisierter Bauverfahren. Dabei werden bestimmte Bauteile in Fabriken vorgefertigt und zeitgleich zur Baustellenarbeit produziert – das verkürzt die Bauzeit erheblich. Bei einem technischen Rundgang informierten sich die Verantwortlichen über Qualitätskontrollen, energetische Standards und den Komfort für die künftigen Bewohner. Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beläuft sich auf rund 15,3 Millionen Euro.
Quelle: europapress.es