Ölpreis treibt Inflation auf Rekordhoch

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Spanien

Ölpreis treibt Inflation auf Rekordhoch

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Inflation klettert auf 4,9 Prozent

Die Verbraucherpreise in Spanien sind im September so stark gestiegen wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr. Mit einem Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht die Teuerungsrate einen neuen Höchststand, wie aktuelle Daten zeigen. Allein im September legten die Preise um sechs Zehntel zu – ein Sprung, der vor allem auf die anhaltend hohen Energiepreise zurückzuführen ist.

Öl als Preistreiber Nummer eins

Der Rohölpreis zeigt sich hartnäckig: Ein Barrel kostet weiterhin mehr als 100 Dollar. Diese Entwicklung bleibt nicht auf die Tankstellen beschränkt. Auch bei frischen Lebensmitteln schlägt der Kostendruck durch – hier notiert die Teuerung bei fast sechs Prozent. Verbraucherinnen und Verbraucher spüren die Auswirkungen also gleich doppelt: beim Tanken ebenso wie an der Supermarktkasse.

Politische Verantwortung umstritten

Hinter der aktuellen Preisspirale steckt nach Einschätzung von Beobachtern in erster Linie die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran. Kritiker werfen der US-Regierung vor, mit ihrer Politik die Weltwirtschaft fahrlässig zu schädigen. Die Folge sind sinkende Realeinkommen und schwindende Ersparnisse vieler Haushalte – ein globales Phänomen, das Spanien besonders hart trifft, da das Land stark von Energieimporten abhängig ist.

Die wirtschaftlichen Folgen zeichnen sich bereits deutlich ab: Gewerkschaften fordern Lohnerhöhungen, Ökonomen warnen vor einer Abwärtsspirale. Wie die spanische Wirtschaftszeitung Expansión in diesem Zusammenhang berichtet, rechnen Experten damit, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik weiter straffen dürfte, um die Inflation einzudämmen. Ob dies gelingt, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung an den Ölmärkten ab.


Quelle: 20minutos.es