
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Zweites Boot mit 177 Migranten erreicht El Hierro
Weiterer Zustrom auf den Kanaren
Am späten Sonntagnachmittag hat die spanische Seenotrettung erneut einen Einsatz auf den Kanarischen Inseln abgeschlossen. Ein mit 177 Migranten besetztes Holzboot wurde etwa zehn Seemeilen südlich von El Hierro gesichtet und anschließend sicher zum Hafen von La Restinga geleitet. Die Behörden zählten unter den Passagieren 17 Frauen und elf Minderjährige.
Detektion durch Grenzradar
Das Boot war bereits am Mittag um 12:05 Uhr vom Überwachungssystem SIVE der Guardia Civil geortet worden. Daraufhin koordinierte das Rettungszentrum in Teneriffa den Einsatz der Einheit Salvamar Nadia. Das Rettungsschiff traf kurz darauf auf die in Seenot befindliche Holzbarkasse und begleitete sie an die Küste.
Erst am Samstag war ein ähnlicher Fall registriert worden, was die anhaltende Dramatik der Atlantikroute verdeutlicht. Die kanarische Inselgruppe verzeichnet seit Monaten eine hohe Zahl an Ankünften von Booten aus Westafrika. Wie lokale Medien berichten, sind die Einrichtungen zur Erstversorgung an der Südspitze von El Hierro wiederholt an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die Route gilt als eine der gefährlichsten Migrationswege nach Europa, mit zahlreichen Todesfällen pro Jahr.
Quelle: europapress.es