
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Zwei Seeleute vor Gran Canaria gerettet
Dramatische Minuten im Morgengrauen
Ein Funkspruch hat in der Nacht zum Mittwoch die Küstenwache auf den Plan gerufen: Rund 28 Kilometer südlich von Maspalomas auf Gran Canaria war ein halbstarres Boot in Seenot geraten. Das Schiff nahm schnell Wasser auf und drohte zu sinken. An Bord befanden sich zwei Besatzungsmitglieder.
Wie die spanische Behörde Salvamento Marítimo mitteilte, ging die Alarmmeldung gegen 1 Uhr nachts im Koordinationszentrum in Las Palmas ein. Die Lage war kritisch: Das Fahrzeug lag abseits der üblichen Schifffahrtsrouten, die See war unruhig.
Hubschrauber im Einsatz
Die Rettungskräfte schickten sofort einen Helikopter vom Typ Helimer 204 in das Einsatzgebiet. Die Besatzung der Maschine konnte die beiden Männer innerhalb kurzer Zeit aus dem Wasser beziehungsweise von dem sinkenden Boot aufnehmen. Anschließend wurden die Geretteten zum Militärflughafen von Gando gebracht. Ob sie medizinische Hilfe benötigten, ist nicht bekannt.
Parallel lief ein zweiter Rettungsversuch: Das Schnelleinsatzboot "Salvamar Macondo" machte sich auf den Weg zum Unglücksort. Den Einsatzkräften gelang es, das manövrierunfähige Schiff noch rechtzeitig zu sichern. Es wurde abgeschleppt und konnte im Hafen von Arguineguín in der Nachbargemeinde Mogán festgemacht werden.
Häufiges Szenario im Süden der Insel
Die Gewässer südlich von Gran Canaria gelten als anspruchsvoll für Sportbootfahrer. Plötzlich aufkommender Seegang und wechselhafte Winde sorgen immer wieder für Notfälle. In den vergangenen Jahren kam es in dieser Region mehrfach zu vergleichbaren Einsätzen, bei denen die Koordination zwischen Luft- und Seerettung entscheidend war. Die Ursache für den Wassereinbruch in diesem Fall ist noch unklar.
Quelle: europapress.es