
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Zwei Schlauchboote vor El Hierro abgefangen
Einsatz am Donnerstagmittag
Die Küstenwache Spaniens hat am Donnerstag zwei mit Migranten besetzte Schlauchboote in den Gewässern um die Kanareninsel El Hierro entdeckt. Beide Boote wurden von den Behörden bis in den Hafen von La Restinga geleitet, wie das staatliche Rettungskomitee gegenüber der Nachrichtenagentur Europa Press bestätigte.
Der erste Vorfall ereignete sich kurz nach zwölf Uhr mittags. Das Überwachungssystem SIVE der Guardia Civil ortete ein Boot in etwa zehn Seemeilen Entfernung südlich von La Restinga. Die Besatzung des Rettungsschiffs Salvamar Dipha übernahm die Begleitung des Bootes. Nach ersten Schätzungen der Behörden befanden sich ungefähr hundert Menschen auf diesem Schlauchboot.
Zweite Sichtung am Nachmittag
Nur anderthalb Stunden später, gegen halb zwei, schlug das Radar der Guardia Civil erneut Alarm. Diesmal wurde ein weiteres Boot in zwölf Meilen Entfernung von der Südküste El Hierros geortet. Das Rettungsschiff Salvamar Nadia wurde zum Ortungsort beordert und begleitet nun das zweite Boot, auf dem sich zwischen 25 und 30 Personen befinden, in Richtung Hafen.
Die Behörden gehen davon aus, dass beide Boote von der afrikanischen Westküste abgelegt hatten und die gefährliche Atlantikroute in Richtung Kanarische Inseln angetreten hatten. Wie die Seenotrettung mitteilte, verlief die Begleitung beider Boote bislang ohne Zwischenfälle. Die Ankunft der Schlauchboote in La Restinga wird im Laufe des Nachmittags erwartet. Die Route über den Atlantik gehört zu den tödlichsten Migrationswegen weltweit. Immer wieder erreichen Schlauchboote mit hunderten Menschen die Kanaren, viele Boote werden jedoch nie entdeckt.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf das Rettungskomitee berichtet, ist die Zahl der Ankünfte auf den Kanarischen Inseln in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Die zuständigen Behörden haben ihre Überwachungsmaßnahmen im Seegebiet um die Inselgruppe entsprechend verstärkt.
Quelle: europapress.es