
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
WhatsApp-Betrug mit Hotelreservierungen nimmt zu
Gefälschte Nachrichten im Namen des Hotels
Die Cybersicherheitsabteilung der baskischen Polizei Ertzaintza schlägt Alarm: Zwischen April und September dieses Jahres wurden 98 Anzeigen wegen Betrugs im Zusammenhang mit Hotelbuchungen registriert. Die Gesamtschadenssumme liegt laut den Behörden bei über 57.000 Euro. Betroffen sind vor allem Buchungen über große Online-Plattformen, aber auch Direktbuchungen auf Hotel- und Agrotourismus-Websites.
So funktioniert die Masche
Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer per WhatsApp und geben sich als das gebuchte Hotel aus. Sie behaupten, die Reservierung müsse vor der Anreise bestätigt werden, und fügen einen Link bei. Besonders perfide: Die Nachrichten enthalten echte Buchungsdetails wie Name, Aufenthaltsdaten und Buchungsnummer.
Diese Daten gelangen auf verschiedenen Wegen in die Hände der Kriminellen – etwa durch Angriffe auf Buchungsplattformen oder Hotel-Websites. Auch auf sogenannten Data-Leak-Sites, auf denen gestohlene Informationen gehandelt werden, tauchen die Daten auf.
Wer auf den Link klickt, landet auf einer täuschend echten Nachbildung der Hotel-Website. Dort werden persönliche Daten wie Name, Ausweisnummer und Bankverbindung abgefragt. Anschließend werden die Opfer aufgefordert, den gesamten Buchungsbetrag zu überweisen.
Prävention und Verhalten im Ernstfall
Die Ertzaintza rät, niemals Links aus solchen Nachrichten zu öffnen oder darauf zu antworten. Stattdessen sollte die Reservierung direkt über die offizielle Website oder Telefonnummer des Hotels überprüft werden – idealerweise über einen anderen Kanal als den, über den die verdächtige Nachricht kam.
Weitere Warnsignale sind ungewöhnliche Absenderprofile, die nicht zum Land der Buchung passen. Wer bereits Bankdaten preisgegeben hat, soll umgehend die eigene Bank kontaktieren. Opfer sollten Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Quelle: europapress.es