West-Nil-Virus fordert fünftes Todesopfer in Andalusien

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Aznalcazar

West-Nil-Virus fordert fünftes Todesopfer in Andalusien

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Die Zahl der Todesopfer durch das West-Nil-Fieber in Andalusien steigt weiter. Wie die Regionalregierung mitteilte, erlag am Donnerstag ein 75-jähriger Bewohner von Aznalcázar in der Provinz Sevilla seiner Erkrankung. Der Mann, der unter Vorerkrankungen litt, war seit dem 26. August im Krankenhaus San Juan de Dios del Aljarafe behandelt worden. Die Ärzte hatten bei ihm eine neuroinvasive Verlaufsform der Infektion diagnostiziert.

Weiterer Alarmierungsfall in der Provinz Huelva

Parallel zum fünften Todesfall dieser Saison haben die Gesundheitsbehörden den Ort Santa Ana la Real in der Provinz Huelva zum Risikogebiet erklärt. Der Status gilt bis zum 31. Oktober. Auslöser ist ein bestätigter Fall von Virus-Meningitis, der auf eine Infektion mit dem West-Nil-Virus zurückgeht. Die zuständige Gesundheitsdelegation hat die Gemeindeverwaltung sowie die Provinzregierung informiert und zur Umsetzung des festgelegten Aktionsplans aufgefordert.

Die Behörden registrieren in diesem Jahr eine besorgniserregende Bilanz. Die ersten drei Todesfälle ereigneten sich im August und September: Ein 82-jähriger Mann aus Dos Hermanas starb am 5. August, ein 89-jähriger Bewohner von Guadalema de los Quintero am 27. August. Mitte September folgte ein 81-jähriger Mann aus Tomares, der sich vermutlich in Mazagón (Huelva) infiziert hatte. Erst Anfang Oktober war ein 84-jähriger Mann aus La Puebla del Río gestorben.

Fast dreiviertel aller Fälle in der aktuellen Saison

Seit Beginn der Übertragungssaison wurden in Andalusien insgesamt 74 Infektionen beim Menschen bestätigt. Die Gesundheitsbehörden unterscheiden dabei 42 milde und 32 schwere Krankheitsverläufe. 36 Patienten mussten stationär behandelt werden, zwei von ihnen befinden sich weiterhin im Krankenhaus.

Zur Eindämmung der Ausbreitung haben die Labore bisher 848 Personen auf eine mögliche Infektion getestet. Zudem wurden 204 Fälle von Viruserkrankungen des Nervensystems auf eine mögliche Arbovirus-Infektion untersucht.

Die aktuelle Risikoliste umfasst in der gesamten Region zwölf Gemeinden, drei Ortsteile und eine weitere Verwaltungseinheit. Neben Santa Ana la Real sind dies unter anderem Las Cuartillas in Mojácar (Almería), Manzanete in Barbate sowie Benalup-Casas Viejas (Cádiz), La Carlota und La Rambla (Córdoba), Candón in Beas (Huelva) sowie auf dem Gebiet von Sevilla die Gemeinden Coria del Río, Isla Mayor, La Puebla del Río, Los Palacios y Villafranca, Peñaflor, Utrera und Villamanrique de la Condesa. Hinzu kommt der Ortsteil Campiña-Serrano von El Puerto de Santa María (Cádiz).


Quelle: europapress.es

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