
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Wenn das Dorf zur Tenne wird
Ein Fest für die Sinne
Am Sonntag, den 28. Juni, wird Sedella wieder zum lebendigen Museum der Agrikultur. Die zwölfte Auflage des Día de la Trilla lockt mit einem Programm, das weit über eine bloße Vorführung hinausgeht. Wie AxarquiaPlus berichtet, beginnt der Tag mit einem farbenfrohen Pasacalles der Gruppe Panda de Verdiales San Isidro de Periana – Klänge, die die enge Verbindung der Region zur Musik der Axarquía unterstreichen. Schon der Weg vom Brunnen „El Caño“ zur Ermita wird so zum Erlebnis.
Handwerk und Musik
Der Höhepunkt ist die traditionelle Dreschvorführung ab 12 Uhr. Wer sich zutraut, kann selbst auf den hölzernen Trillo steigen und spüren, wie schwer die Arbeit unserer Vorfahren war. „Das Dreschen war Knochenarbeit, aber sie sicherte das Überleben“, sagt ein Einheimischer, der selbst noch auf dem Hof seines Vaters half. Um 13:30 Uhr hält der Bildhauer und Nachbar Rafael Bravo Hierrezuelo den Pregón – eine Rede, die in jedem Jahr an die Mühen und den Stolz der Landbevölkerung erinnert. Anschließend werden Personen geehrt, die sich um den Erhalt lokaler Bräuche verdient gemacht haben.
Gastronomie mit Tradition
Ab 14:30 Uhr lockt die Degustation: Ziegenfleisch, Ensalada Cateta und Gazpacho stehen auf dem Speiseplan. Der symbolische Beitrag von zwei Euro fließt direkt an die Hermandad de la Esperanza, die Schutzpatronin des Dorfes. „Essen ist bei uns immer ein Akt der Gemeinschaft“, erklärt Bürgermeister Francisco Abolafio. „Deshalb verbinden wir die Verkostung mit einem guten Zweck.“ Die Nachmittage gehören dann der Musik: Dúo Ángeles y Demonios, Los Calis und das Cuarteto Infinity Show sorgen bis weit nach Mitternacht für Stimmung. Dazwischen gibt es ein Bingo, organisiert von der Festkommission.
Ein Blick zurück nach vorn
Der Bürgermeister betont im Vorfeld: „Dieser Tag ist keine reine Tourismuswerbung. Es geht darum, unsere Wurzeln zu zeigen – die harte Arbeit im Feld, die unsere Großeltern und Eltern geprägt hat.“ Sedella setzt damit ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen und für den Wert einer ländlichen Kultur, die in der modernen Axarquía noch immer nachhallt.
Quelle: axarquiaplus.es