VPO-Sorte lockt 4.000 Bewerber an

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Marbella

VPO-Sorte lockt 4.000 Bewerber an

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Rekordandrang nach Ankündigung der Stadtverwaltung

Die Zahl der registrierten Wohnungssuchenden in Marbella hat einen neuen Höchststand erreicht. Wie die Gemeinde mitteilte, verzeichnet das öffentliche Register für Wohnungsbewerber derzeit 4.003 aktive Anträge. Ausschlaggebend für diesen Anstieg war die offizielle Ankündigung der Bürgermeisterin Ángeles Muñoz vom 21. September, wonach die Frist für die Anmeldung zur nächsten Verlosung von Sozialwohnungen (VPO) am 1. Oktober endet.

Vor der Bekanntgabe lag die Zahl der eingetragenen Interessenten bei 3.899. Innerhalb weniger Tage kamen somit über 100 neue Anträge hinzu. Die Stadtverwaltung spricht in diesem Zusammenhang von einem „Sogeffekt“, der durch die jüngsten Fortschritte bei öffentlichen Wohnbauprojekten und die Übergabe von Schlüsseln für Miet- und Kaufobjekte ausgelöst worden sei.

Junge Erwachsene stellen fast 60 Prozent der Antragsteller

Besonders auffällig ist die Altersstruktur unter den Bewerbern. Laut den aktuellen Daten des Registers sind 2.393 der registrierten Personen jünger als 35 Jahre. Das entspricht einem Anteil von rund 59,8 Prozent. Für viele von ihnen ist die Sozialwohnung nach Angaben der Gemeinde die einzige realistische Möglichkeit, um auf dem angespannten freien Markt von Marbella bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Exklusive Lage: 25 Wohnungen in der Milla de Oro

Im Zentrum des Interesses steht eine neue Förderprojekt, das die Firma Sierra Blanca Estates auf einem städtischen Grundstück an der Arroyo Palomeras errichtet. Das Gelände umfasst 3.100 Quadratmeter und liegt inmitten der sogenannten Milla de Oro, einem der teuersten Wohnviertel der Costa del Sol.

Dort entstehen 25 Wohnungen mit je drei Schlafzimmern. Die Wohnflächen variieren zwischen 74 und 90 Quadratmetern. Zur Ausstattung gehören ein Stellplatz, ein Abstellraum, Gemeinschaftsgärten, ein Kinderspielbereich sowie ein Pool. Die Architektur stammt vom Büro JAP Arquitectos, das nach eigenen Angaben auf die bei öffentlichen Bauten üblichen Kosteneinsparungen verzichtet hat. Die Qualität entspreche dem Niveau des freien Wohnungsmarkts.

Preise zwischen 180.000 und 280.000 Euro

Die Verkaufspreise für die Einheiten sind gedeckelt: Sie liegen zwischen 180.000 und 280.000 Euro. Um den Einstieg zu erleichtern, erhalten die künftigen Eigentümer einen Zuschuss von 16.000 Euro. Dieser setzt sich aus 10.000 Euro von der Stadt sowie 6.000 Euro vom Bauträger zusammen.

Die Hälfte der Wohnungen ist für Bewerber unter 35 Jahren reserviert, deren Jahreseinkommen das Dreifache des IPREM-Referenzindexes nicht übersteigt. Die übrigen Einheiten fallen in den allgemeinen Bereich, für den Einkommen bis zum Siebenfachen des IPREM zugelassen sind. Zudem sind Kontingente für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Behinderung vorgesehen. Nach Ablauf der Anmeldefrist will die Stadt die vorläufigen Listen veröffentlichen. Die endgültige Zuteilung erfolgt voraussichtlich noch vor Jahresende per notarieller Ziehung. Die Schlüsselübergabe ist für Ende 2027 geplant.

1.021 geförderte Einheiten in Planung

Die hohe Nachfrage steht in einem deutlichen Missverhältnis zum derzeitigen Angebot. Die Gemeinde verweist jedoch auf ein Bündel an Projekten, das bis 2027 insgesamt 1.021 geförderte Wohnungen umfasst. Damit könnten rechnerisch rund 25,5 Prozent der aktuell registrierten Bewerber versorgt werden. Langfristig sind weitere 1.100 Einheiten in der städtischen Planung vorgesehen. Zusammen mit dem bestehenden Bestand von rund 600 kommunalen Sozialwohnungen würde sich das Gesamtkontingent auf nahezu 1.200 Einheiten in Eigentum und Miete summieren.

Bereits im Bau befinden sich derzeit 172 Mietwohnungen im Süden von San Pedro Alcántara. Weitere 228 Mieteinheiten sind in Elviria, Nueva Andalucía und im Osten San Pedros geplant. Die Fundación Vimpyca stellt zudem 84 Wohnungen fertig. Geplant sind außerdem 104 Einheiten an der zentralen Avenida Arias de Velasco sowie ein größeres Neubaugebiet im Bereich Hacienda Cortés-Camino de los Pescadores mit über 250 öffentlichen Wohnungen.


Quelle: diariosur.es

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