
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Vorwurf der Aporophobie nach Angriff auf Obdachlosen
Festnahme nach mutmaßlicher Hassattacke
Die Zentrale Einheit für Hassdelikte und Diskriminierung (UCDOD) der Mossos d'Esquadra hat einen 24-Jährigen in Sant Cugat del Vallès festgenommen. Die Polizei sieht ihn als mutmaßlichen Täter eines Angriffs auf einen 58-jährigen obdachlosen Mann in Rubí, wie die Behörde in einer Mitteilung informierte.
Chronologie der Tat
Die Ereignisse datieren auf den 3. Mai 2025. Laut polizeilichen Ermittlungen befand sich der 58-jährige Mann, der in einer Situation von Obdachlosigkeit lebte, in einem Lebensmittelgeschäft in Rubí, wo er sein Mobiltelefon auflud. Der Angreifer beschimpfte ihn zunächst auf abwertende Weise. Daraufhin schlug er dem Mann mit einem starken Faustschlag ins Gesicht, wodurch der Betroffene benommen zu Boden ging.
Nach der Tat floh der Angreifer mit einem Fahrzeug vom Tatort. Er leistete der am Boden liegenden Person keine Hilfe. Erst Zeugen, die den Vorfall beobachtet hatten, konnten dem Geschädigten erste Hilfe leisten. Der obdachlose Mann wurde anschließend mit einem Rettungswagen in eine medizinische Einrichtung gebracht, um die Verletzungen behandeln zu lassen.
Motivation: Aporophobie
Die Ermittlungen der Mossos d'Esquadra, die sich auf einen Delikt gegen die Ausübung fundamentaler Rechte und öffentlicher Freiheiten konzentrierten, haben eine spezifische Motivation identifiziert. Wie die Polizei berichtet, wurde die Aggression durch Aporophobie motiviert – die Ablehnung oder Feindseligkeit gegenüber armen oder obdachlosen Personen.
Juristische Verfahren
Der festgenommene 24-jährige Mann wurde am 28. April in Sant Cugat del Vallès arrestiert. Am folgenden Tag, dem 29. April, stellten die Mossos d'Esquadra ihn dem Gericht in Rubí zur Verfügung, wo die gerichtliche Verfahrensbearbeitung begann.
Die Polizei unterstreicht in ihrer Kommunikation, dass die Einheit UCDOD speziell für die Untersuchung solcher Delikte eingerichtet ist, die durch Hass oder Diskriminierung aufgrund persönlicher oder sozialer Merkmale motiviert sind.