
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Vierfache Alkohol-Ladung ohne Fahrerlaubnis
Völlig enthemmt am Steuer
Da war die Nacht für die Beamten der Lokalpolizei von Sogorb offenbar mehr als nur eine Routinekontrolle. Als sie den Wagen gegen vier Uhr morgens in Schlangenlinien fahren sahen, dürfte ihnen schnell klar gewesen sein: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Kurz darauf knallt das Fahrzeug ungebremst in ein geparktes Auto. Es ist fast schon ironisch, dass genau dieser Aufprall das Ende der Irrfahrt markiert – und womöglich Schlimmeres verhindert hat.
Ein Vielfaches der erlaubten Promille
Was die Kontrolleure dann bei der Identifizierung des Fahrers zutage förderten, spottet jeder Verkehrserziehung. Der Mann hatte schlicht gar keine Fahrerlaubnis. Das allein wäre schon Grund genug, die Schlüssel für immer abzugeben. Doch die Beamten staunten nicht schlecht, als das Atemalkoholtestgerät einen Wert anzeigte, der das Vierfache des gesetzlichen Limits betrug. Wer mit einer solchen Menge im Blut hinters Steuer greift, hat die Kontrolle über sich und das Fahrzeug längst verloren. Das ist kein Ausrutscher, sondern pure Fahrlässigkeit mit Ansage.
Glück im Unglück
Wie die Stadtverwaltung auf ihrer Website berichtet, ermittelt die Polizei nun gegen den Unfallverursacher wegen zweier mutmaßlicher Straftaten gegen die Verkehrssicherheit. Die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte, so die Behörde, habe möglicherweise Leben gerettet – nicht zuletzt das des Fahrers selbst. Eine Einschätzung, der man sich nur anschließen kann. Wäre der Betrunkene nicht so schnell aus dem Verkehr gezogen worden, hätte die Bilanz dieser Nacht weitaus düsterer ausfallen können. Insofern hat der Zusammenstoß mit dem geparkten Auto vielleicht mehr verhindert, als er angerichtet hat.
Ein Systemversagen, das keines sein darf
Der Fall in Sogorb ist symptomatisch für ein Problem, das Spaniens Straßen schon viel zu lange begleitet. Menschen, die nie einen Führerschein besessen haben, fühlen sich offenbar allzu häufig dazu berufen, Fahrzeuge zu lenken. Wenn dann noch Alkohol im Spiel ist, wird aus Leichtsinn eine tickende Zeitbombe. Es kann nicht sein, dass solche Verstöße weiterhin als Kavaliersdelikte behandelt werden. Die Justiz muss hier ein Exempel statuieren, damit nicht der nächste Unfall mit noch fatalerem Ausgang wartet. Jeder einzelne Fall wie dieser ist einer zu viel – und die Konsequenzen müssen wehtun, um wirklich abzuschrecken.
Quelle: europapress.es