
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Valencias Unis setzen auf Online-Unterricht
Behördliche Vorsichtsmaßnahmen an valencianischen Hochschulen
Angesichts der angekündigten Unwetterlage mit ergiebigem Dauerregen bleiben die Universitäten der Valencianischen Gemeinschaft auch am kommenden Montag in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Hochschulleitungen reagieren mit einem Bündel an Maßnahmen, das von der Verschiebung von Präsenzprüfungen bis hin zur vollständigen Umstellung auf digitale Lehre reicht. Im Kern geht es darum, Risiken für Studierende und Beschäftigte zu minimieren und unnötige Wege zu vermeiden.
Unterschiedliche Eskalationsstufen an der Universität Valencia
An der Universität Valencia (UV) gelten am Montag auf dem Campus in Ontinyent sowie am Internationalen Zentrum in Gandia durchgehend die strengsten Sicherheitsvorkehrungen der Stufe 3. In der Folge bleibt dort der komplette Präsenzbetrieb ausgesetzt, die Gebäude sind geschlossen. Für die Standorte in der Stadt Valencia und in Burjassot-Paterna gilt zunächst bis 14:00 Uhr die zweithöchste Warnstufe.
Wie die Hochschule mitteilt, soll nach derzeitigem Kenntnisstand des Krisenstabs ab dem frühen Nachmittag eine Herabstufung auf die niedrigste Stufe erfolgen. Bestätigt sich diese Prognose, können die Fakultäten ab zwei Uhr nachmittags entweder wieder in den Präsenzunterricht übergehen oder ihre Nachmittagsveranstaltungen weiterhin online abhalten – je nach organisatorischer Lage. Eine endgültige Entscheidung über die Einstufung will die Universität am Montag um 10:00 Uhr bekannt geben; um 18:00 Uhr folgt dann die Prognose für den Dienstag.
Polytechnikum setzt auf Fernlehre und flexible Arbeitsmodelle
Die Polytechnische Universität Valencia (UPV) hat für ihren Standort in Gandia für den gesamten Montag alle Lehrveranstaltungen auf Online-Formate umgestellt. Gleichzeitig werden alle dort geplanten Präsenzprüfungen ausgesetzt und müssen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Für das Verwaltungspersonal gilt: Wer in Gebieten mit besonders schlechten Wetterbedingungen wohnt oder dessen Anfahrtswege gefährlich sind, soll nach Absprache mit der jeweiligen Abteilungsleitung von zu Hause aus arbeiten.
Am Hauptcampus Vera in der Stadt Valencia sowie am Standort Alcoi bleibt der Betrieb dagegen weitgehend aufrechterhalten. Während in Vera der Unterricht planmäßig läuft und Prüfungen stattfinden, werden in Alcoi ausschließlich die Klausuren verschoben. Studierende und Mitarbeitende, die aus vom Unwetter betroffenen Zonen anreisen müssten, sind ausdrücklich aufgefordert, auf riskante Fahrten zu verzichten. Solche Fälle sollen unkompliziert und kulant behandelt werden, wobei die Sicherheit stets oberste Priorität hat. Generell raten alle drei Campus dazu, die Verkehrslage zu prüfen und unnötige Fahrten zu unterlassen.
Katholische Universität setzt auf Hybrid-Modell
Die Katholische Universität Valencia (UCV) plant für den Vormittag in allen ihren Einrichtungen eine Mischform: Vorlesungen finden parallel im Hörsaal und digital statt. Eine Ausnahme bildet der Standort Alzira, der komplett schließt; dort läuft der Unterricht nur online weiter und die Belegschaft arbeitet vom heimischen Schreibtisch aus. Ab 14:30 Uhr soll der normale Präsenzbetrieb überall wieder aufgenommen werden, auch in Alzira.
Die Standorte in València, Godella, Burjassot, Torrent und Xàtiva bleiben zwar geöffnet, doch alle Freiluft-Aktivitäten sind gestrichen. Ebenso werden sämtliche bewerteten Prüfungen am Vormittag abgesagt. Mit dem Hybrid-Modell will die UCV vor allem den vielen Studierenden entgegenkommen, die aus Gegenden mit roter Wetterwarnung anreisen oder deren Verkehrswege blockiert sind. Auch hier gilt für das Personal die Möglichkeit der Telearbeit. Medizinische Einrichtungen wie Kliniken und das Tierkrankenhaus bleiben unverändert geöffnet.
Keine Änderungen in Castellón
Die Jaume-I-Universität (UJI) in Castellón hält im Gegensatz zu den anderen Hochschulen an ihrem regulären Stundenplan fest. Die Leitung appelliert jedoch an die Vernunft aller: Wer auf dem Weg zur Uni gefährliche Abschnitte passieren müsste oder von den Behörden eine Reisewarnung für die eigene Route erhalten hat, solle zu Hause bleiben und der Sicherheit den Vorrang geben. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, gilt diese Empfehlung für alle Universitätsangehörigen der Region.
Quelle: europapress.es