Valencia hebt Ausgangssperren in acht Gemeinden auf

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Valencia hebt Ausgangssperren in acht Gemeinden auf

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Entspannung nach Durchzug der DANA

Die Regionalregierung der Valencianischen Gemeinschaft hat am Montagabend die bis dahin geltenden Ausgangssperren für insgesamt acht Gemeinden aufgehoben. Wie das Notfallkoordinierungszentrum Cecopi nach einer Sitzung mitteilte, profitieren die Orte Bellreguard, Daimús, Miramar, Oliva, Piles, Xàbia, Pego und Els Poblets von der Wetterberuhigung. Die Entscheidung sei angesichts der "deutlichen Besserung" der Wetterlage gefallen, erklärte Notfallminister Juan Carlos Valderrama.

Abzug der Militäreinheit und neue Gefahrenstufe

Die Unidad Militar de Emergencias (UME) wurde nach Angaben der Behörden vollständig abgezogen. Die Regierung stufte die Lage von der höchsten Stufe auf die Gefahrenstufe 1 herab, wobei der Fokus nun auf den Landkreisen Safor und Marina Alta liegt. Der Wellengang an der Küste ist von zuvor bis zu vier Metern auf aktuell 50 bis 60 Zentimeter gesunken, was die Entwarnung maßgeblich begünstigte. Valderrama dankte den Bewohnern für ihre Disziplin und das Einhalten der Bewegungsbeschränkungen.

Wetterwarnung für die Nacht und Vorsichtsmaßnahmen

Trotz der Verbesserung bleibt die Lage angespannt: Für die Zeit zwischen 21 Uhr und 3 Uhr nachts gilt eine orangene Warnung für den Süden der Provinz Alicante. Erwartet werden Niederschläge von 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde und bis zu 80 Litern pro Quadratmeter innerhalb von zwölf Stunden. Die Behörden halten daher alle Einsatzteams in Bereitschaft. Auch ein Luftfahrzeug bleibt für mögliche Rettungsaktionen stationiert, ebenso wie Drohnenteams.

1.700 gemeldete Vorfälle seit Beginn der Unwetter

Die Notrufzentrale 112 hat seit Beginn der DANA "Adam" insgesamt 1.713 Vorfälle registriert. Davon entfielen 1.202 auf die Provinz Valencia, 492 auf Alicante und 19 auf Castellón. Aktuell liegen keine Meldungen über Menschen in akuter Gefahr vor, etwa auf Hausdächern oder in überschwemmten Gebieten. Das Rote Kreuz betreibt in Xàbia und Oliva weiterhin Notunterkünfte für obdachlos gewordene oder vulnerable Personen.

Rückgang der Pegelstände und Aufräumarbeiten

Die Flusspegel sinken laut Valderrama "langsam", jedoch können einige Küstenorte das Wasser weiterhin nicht ins Meer ableiten. Die Aufräumarbeiten in überfluteten Kellern sollen am Dienstag beginnen. Der Notfallminister lobte die enge Kooperation von Nationalpolizei, Guardia Civil, Lokalpolizei, Feuerwehr und weiteren Einsatzkräften. Sein Dank galt zudem der Staatsdelegierten Pilar Bernabé und den Provinzfeuerwehrverbänden.

Drei Todesopfer zu beklagen

Die Unwetter forderten insgesamt drei Menschenleben: ein Todesopfer in Sagunt und zwei in Oliva. Valderrama sprach den Angehörigen sein Beileid aus und dankte der Bevölkerung für ihre Geduld während der Krise.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, basieren diese Angaben auf der offiziellen Pressekonferenz nach der jüngsten Cecopi-Sitzung am Montagabend.


Quelle: europapress.es

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