Unwetterwarnung für Balearen und Mittelmeerküste

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Balearische Inseln

Unwetterwarnung für Balearen und Mittelmeerküste

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Ab Samstag drohen heftige Niederschläge

Die spanische Generaldirektion für Katastrophenschutz und Notfälle hat eine offizielle Warnung vor schweren Regenfällen herausgegeben. Wie die Behörde unter Berufung auf die Prognosen der staatlichen Wetteragentur Aemet mitteilt, ist ab dem kommenden Samstag, dem 17. Oktober, mit intensiven Niederschlägen auf den Balearen sowie in den Küstenregionen des spanischen Festlands zu rechnen.

Wetterlage: Vaguada und mögliche Kaltluftfront

Über der Iberischen Halbinsel zeichnet sich ein bedeutender Wetterumschwung ab. Nach einer Phase mit ungewöhnlich hohen Temperaturen für die Jahreszeit und stabilen Wetterbedingungen sorgt die Verlängerung eines Höhentroges über dem Festland für zunehmende Wetteraktivität. Besonders betroffen sein dürfte der Mittelmeerraum. Die Wetterbehörden gehen davon aus, dass sich ein Teil dieser Luftströmung als sogenannte Kaltluftfront (DANA) nördlich der Halbinsel ablöst und die Instabilität weiter verstärkt.

Zeitgleich begünstigt die Position eines Hochdruckgebiets über den Britischen Inseln und der Nordsee den Zustrom kälterer Luftmassen. Dieser Prozess führt zu einem allgemeinen Temperaturrückgang und einer Normalisierung der für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohen Werte. Die zunehmende Luftfeuchtigkeit trifft insbesondere auf die Küsten- und Vorgebirgsregionen und könnte dort zu ergiebigen und langanhaltenden Regenfällen führen. Neben den Balearen und dem mediterranen Festland sind auch Teile des Inlands und der Region Kantabrien betroffen.

Die Behörden betonen jedoch die bestehende Unsicherheit der Vorhersagen. Die genaue Position der Wetterfronten, die Windströmungen in Bodennähe sowie die Verteilung und Menge der Niederschläge seien noch nicht abschließend geklärt.

Zeitlicher Ablauf: Intensivierung am Samstagnachmittag

Den aktuellen Modellen zufolge beginnt das Niederschlagsereignis am Samstag. Eine Wetterfront erreicht zunächst den Kantabrischen Raum, während sich im Landesinneren Schauer und Gewitter bilden. Im Verlauf des Nachmittags sollen sich die Regenfälle intensivieren und auf den Balearen-Archipel sowie die Mittelmeerküste ausweiten. Zeitgleich setzt ein allgemeiner Temperaturrückgang ein, der im Nordwesten der Halbinsel deutlich spürbar sein wird.

Sonntag: Höhepunkt in Küstenregionen erwartet

Für den Sonntag prognostizieren die Meteorologen trotz weiterhin großer Unsicherheiten die stärksten Niederschläge für die Mittelmeerküste und die Balearen. Dort könnten die Regenfälle intensiv und beständig ausfallen und im Laufe des Ereignisses erhebliche Mengen ansammeln. Auch in anderen Landesteilen sind lokale Schauer und Gewitter möglich. Die Temperaturen sollen im Großteil des Landes weiter sinken, mit den stärksten Rückgängen im Osten.

Sicherheitshinweise der Behörden

Angesichts der drohenden Überschwemmungsgefahr appelliert der Katastrophenschutz an die Bevölkerung, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Autofahrer werden aufgefordert, vorrangig Hauptverkehrswege zu nutzen und nicht in überflutungsgefährdeten Zonen zu parken. Das Durchqueren überfluteter Abschnitte – weder zu Fuß noch mit dem Fahrzeug – ist strikt zu vermeiden. Ebenso sollten Flussufer, Bachläufe und tiefer gelegene Bereiche an Hängen gemieden werden.

Die Behörden raten, sich über die Medien kontinuierlich über die Wetterlage zu informieren. Sollte man von einer Wasserströmung umgeben sein, gilt es, das Fahrzeug zu verlassen und erhöhtes Gelände aufzusuchen. Bei einer möglichen Evakuierung des Wohnraums sollen wichtige Gegenstände in obere Stockwerke gebracht und die Hauptanschlüsse für Strom und Gas geschlossen werden. Die Anweisungen der örtlichen Einsatzkräfte sind unbedingt zu befolgen.

Das Unwetterpotenzial ist auf eine Kombination aus einer instabilen Höhenströmung und dem Einfluss feuchter Meeresluft zurückzuführen. Die Prognosen der Experten von Aemet deuten auf ein Ereignis hin, das gebietsweise zu erheblichen Niederschlagssummen führen kann. Die Entwicklung wird von den Behörden weiterhin aufmerksam verfolgt. Wie die Generaldirektion für Katastrophenschutz mitteilt, werden die aktuellen Wetterdaten laufend ausgewertet und die Warnungen entsprechend angepasst.


Quelle: europapress.es

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