Umfrage: Andalusische Konservative vorne

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Andalusien

Umfrage: Andalusische Konservative vorne

von Redaktion2 Min. Lesezeit

PP-Partei stabil, Sozialisten im Abwärtstrend

Fünf Monate nach der Regionalwahl in Andalusien deutet eine neue Erhebung auf eine stabile Mehrheit für die bisherige Regierungskoalition hin. Laut einem am Montag veröffentlichten Stimmungsbild der staatlichen Studienzentrale Centra könnte die konservative Volkspartei (PP) mit 41,5 Prozent der Stimmen rechnen und würde damit ähnlich stark abschneiden wie im Mai. Damals errang sie 53 der 109 Sitze im Regionalparlament, zwei Mandate fehlten zur absoluten Mehrheit. Die Umfrage, die zwischen dem 11. und 25. September durchgeführt wurde, sieht die PP-Partei mit 52 bis 53 Abgeordneten erneut knapp vor diesem Ziel.

Sozialisten droht historisches Tief

Deutliche Einbußen prognostiziert das Meinungsforschungsinstitut der Regierung für die oppositionellen Sozialisten (PSOE-A). Sie kämen demnach nur noch auf 18,9 Prozent der Wählerstimmen, was einem Minus von fast vier Prozentpunkten im Vergleich zum 17. Mai entspräche. Mit 23 bis 26 Sitzen würde die Partei von María Jesús Montero ihr historisch schlechtestes Ergebnis bei einer Regionalwahl einfahren und läge damit hinter ihrem bisherigen Tiefststand von 28 Mandaten.

Zugewinne für Vox und linke Splitterparteien

Während die PP-Partei nahezu stagniert und die Sozialisten verlieren, können kleinere Parteien zulegen. Die rechtspopulistische Formation Vox, die seit Mai Juniorpartner in der Regionalregierung ist, würde laut Umfrage mit 16,1 Prozent der Stimmen 2,3 Punkte mehr erhalten als zuletzt. Sie könnte mit 16 bis 20 Sitzen rechnen. Auch das linksgerichtete Bündnis Adelante Andalucía legt zu: 12,5 Prozent bedeuten ein Plus von 2,9 Punkten, was in neun bis zehn Abgeordnete übersetzt würde. Die linke Koalition Por Andalucía, zu der unter anderem IU und Podemos gehören, verzeichnet ein leichtes Plus von 0,2 Punkten und würde mit 6,5 Prozent vier bis fünf Mandate erreichen.

Bewertung der Regierungsarbeit fällt gemischt aus

Die Umfrage widmet sich auch der Zufriedenheit mit den handelnden Personen. Regionalpräsident Juanma Moreno (PP) ist demnach der bekannteste Politiker und erhält mit 5,55 Punkten die zweitbeste Durchschnittsnote. Knapp besser wird mit 5,72 Punkten José Ignacio García von Adelante bewertet, der allerdings nur 39,4 Prozent der Befragten bekannt ist. Die Arbeit der neuen Koalition aus PP und Vox wird von 45,1 Prozent als gut oder sehr gut eingestuft, während 36,2 Prozent sie negativ beurteilen. Morenos persönliche Leistung als Regierungschef wird von 47 Prozent positiv gesehen.

Bundespolitische Stimmung: Sánchez verliert Zuspruch

Die Bewertung der Arbeit von Ministerpräsident Pedro Sánchez fällt in der andalusischen Bevölkerung deutlich schlechter aus. Über zwei Drittel der Befragten (67,5 Prozent) beurteilen seine Amtsführung als schlecht oder sehr schlecht. In der Frage nach der persönlichen Präferenz für das Amt des Regierungschefs in Madrid liegt Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo (PP) mit 19,8 Prozent knapp vor Sánchez mit 17,9 Prozent.

Die Erhebung basiert auf Interviews mit 3.600 volljährigen Einwohnern Andalusiens. Die Umfrage wurde vor der Ankündigung der vorgezogenen Neuwahlen zum nationalen Parlament Ende November durchgeführt. Die Ergebnisse stützen sich auf die Veröffentlichung der Stiftung Centra, wie Europa Press berichtet.


Quelle: europapress.es

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