
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Tragödie an katalanischer Küste: Leiche entdeckt
Vermisste nach Unwetter in Katalonien tot aufgefunden
Die Suchtrupps der katalanischen Feuerwehr haben am Sonntagmorgen die Leiche einer Frau gefunden, die am Tag zuvor bei sintflutartigen Regenfällen in einem Flussbett verschwunden war. Der Unglücksort liegt nahe der Gemeinde Cabrera de Mar, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Barcelona. Wie die Behörden mitteilten, wurde der Leichnam am Wellenbrecher des Hafens von Premià de Mar entdeckt.
Fatale Entscheidung bei Unwetter
Nach Angaben des Bürgermeisters von Cabrera de Mar, Òscar Fernández, war die 35-jährige Frau aus Malgrat de Mar am Samstag mit ihrer Familie unterwegs. Die Gruppe hatte eine Sporthalle verlassen und versuchte, ein über die Ufer getretenes Flussbett zu überqueren. Dabei wurde die Frau von den Wassermassen erfasst und weggerissen. „Es wurde ausdrücklich davor gewarnt, die Halle zu verlassen“, so Fernández. Innerhalb von nur 40 Minuten seien etwa 60 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.
Die Einsatzkräfte hatten die Suche nach der Vermissten seit dem späten Samstagnachmittag ununterbrochen fortgesetzt. Mit Tagesanbruch wurde die Suche auf den Küstenbereich ausgeweitet, wo die Retter schließlich fündig wurden. Die Feuerwehrinspektorin Rat Puigverd bestätigte, dass der Fund am Hafen von Premià de Mar gemacht wurde. Persönliche Gegenstände, die im Wasser trieben, konnten nicht eindeutig der Verstorbenen zugeordnet werden.
Trauer und Appell zur Vorsicht
Sowohl Cabrera de Mar als auch die Heimatgemeinde der Frau, Malgrat de Mar, haben für Montag offizielle Trauerbeflaggung und Schweigeminuten angekündigt. Die Bürgermeisterin von Malgrat, Sònia Viñolas, zeigte sich tief betroffen und richtete einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung: Warnungen des Zivilschutzes sollten stets ernst genommen werden, auch wenn sie übertrieben wirken könnten.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, verdeutlicht der Vorfall die Gefahr von Sturzfluten in der Region. Bürgermeister Fernández warnte eindringlich davor, die Kraft solcher Gewitter zu unterschätzen: „Ein Wolkenbruch ist nicht zu verharmlosen und kann fatale Konsequenzen haben, wie wir heute erleben mussten.“
Quelle: europapress.es