Tod eines Hundes erschüttert Adeje

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Adeje

Tod eines Hundes erschüttert Adeje

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Festnahme nach Brand im Küstenort

Eine Mitteilung der Stadtverwaltung von Adeje sorgt derzeit für Aufsehen: Ein Mann wurde festgenommen, nachdem in der Nacht zum vergangenen Donnerstag ein Feuer in der Siedlung Casas Baratas im Ortsteil Puertito de Adeje gemeldet worden war. Die Beamten der örtlichen Polizei entdeckten bei ihrer Ankunft nicht nur ein Feuer, sondern auch einen kleinen, aus Betonblöcken errichteten Unterstand. In dessen Nähe fanden sich Hinweise auf ein schweres Verbrechen.

Verdächtiger nach Verhör gestellt

Wie die Polizei mitteilte, trafen die Einsatzkräfte am Brandort auf einen Mann und eine Frau. Beide sind spanische Staatsbürger und in Adeje gemeldet. Die Beamten befragten das Paar und nahmen den Mann daraufhin fest. Er steht im Verdacht, das Tier verbrannt und dadurch getötet zu haben. Die Behörden werten die Tat als möglichen Fall von Tierquälerei, der angesichts der Umstände als besonders schwerwiegend eingestuft wird. Der Festgenommene wurde in Polizeigewahrsam genommen, die Guardia Civil übernahm die weiteren Ermittlungen. Der Fall wurde bereits dem zuständigen Gericht vorgelegt.

Obduktion soll Klarheit schaffen

Die Ermittler haben die Überreste des Tieres zur weiteren Untersuchung an ein spezialisiertes Institut geschickt. Eine geplante Obduktion soll die genaue Todesursache feststellen und dokumentieren, ob und wie lange das Tier gelitten hat. Die Ergebnisse sollen im Falle eines Prozesses als Beweismittel dienen. Parallel dazu prüfen die Behörden, ob der Verdächtige auch für weitere Vorfälle in der Region verantwortlich sein könnte.

Polizei registriert mehrere Fälle von Tierleid

Wie die örtliche Polizei auf Nachfrage bestätigte, beobachten die Beamten die Gegend um den Puertito bereits seit mehreren Wochen. Im Rahmen von Räumungsverfahren für unbefugte Bewohner wurden dort wiederholt ausgesetzte oder verwahrloste Tiere entdeckt. Neben Hunden und Katzen fanden die Einsatzkräfte zuletzt auch ein Schwein der Rasse „Cochino Negro“. Bislang blieben die Verantwortlichen für diese Fälle jedoch unerkannt.

Tierheim versorgt beschlagnahmte Hunde

Erst in den vergangenen Wochen konnten in dem Gebiet sechs Hunde mit deutlichen Anzeichen von Vernachlässigung eingesammelt werden. Sie werden derzeit im kommunalen Tierheim von Adeje behandelt und versorgt, um sie für eine spätere Vermittlung vorzubereiten. Auch mehrere verwilderte Katzenkolonien wurden dort betreut. Die zuständigen Fachkräfte berichten allerdings von erheblichen Problemen: Einige der illegal dort lebenden Personen zeigten sich demnach feindselig und versuchten wiederholt, die Arbeit der Tierschützer zu behindern oder zu verhindern. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des Feuers dauern an. Die Behörden bitten Zeugen, sich zu melden, um mögliche weitere Fälle von Tierquälerei aufzuklären.


Quelle: europapress.es

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