
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Suma Flamenca feiert weibliche Kunst
Festival mit weiblichem Fokus
Am Dienstag beginnt die 21. Ausgabe des Festivals Suma Flamenca in Madrid. Die Eröffnung übernimmt Israel Galván mit seiner Produktion „El Dorado“ in den Teatros del Canal. Die Veranstaltung läuft bis zum 1. November und umfasst 47 Galas. Darunter befinden sich 33 Premieren, von denen 21 als absolute Uraufführungen gelten. Das Leitmotiv der diesjährigen Auflage lautet „Flamencas“ und rückt die Rolle der Frauen im Flamenco in den Mittelpunkt.
Als visuelles Symbol dient die legendäre Tänzerin Carmen Amaya. Das Programm vereint namhafte Künstlerinnen und Künstler wie Carmen Linares, Rocío Molina, Patricia Guerrero, Farruquito, Israel Fernández und Aurora Vargas. Die Veranstaltungen verteilen sich auf die Hauptstadt sowie auf die Gemeinden San Lorenzo de El Escorial, Aranjuez, Rascafría und La Cabrera.
Erste Woche in den Teatros del Canal
Israel Galván eröffnet die Reihe am Dienstag um 20:30 Uhr im Saal Verde. Seine Darbietung „El Dorado“ ist eine Hommage an seine Mutter und wird von den Palmas-Schlägern Los Mellis de Huelva begleitet. Tanz und rhythmisches Klatschen stehen dabei gleichwertig im Zentrum.
Am Mittwoch folgt Patricia Guerrero mit „Proceso eterno“. Begleitet wird sie von Gitarrist Dani de Morón, Sänger Sergio El Colorao und Perkussionist Agustín Diassera. Am Donnerstag präsentiert Andrés Marín die Madrider Premiere von „Desierto“. Adela Campallo zeigt am Freitag ihre Arbeit „Ausente“.
Am Samstag feiert Argentina ihr Stück „Madrid, Crisol Flamenco“. Den Abschluss der ersten Woche bildet am Sonntag Karime Amaya mit „Carmen“. Diese Madrider Premiere ist eine Hommage an ihre Großtante Carmen Amaya und verbindet familiäre Erinnerung mit der eigenen künstlerischen Identität.
Vom 20. bis 25. Oktober übernimmt die Sala Negra. Chano Domínguez präsentiert am Dienstag „Piano Sólo“. Am Mittwoch folgt Juanfe Pérez mit „Eléctrica Jondura“. Alicia Morales bringt am Donnerstag „Honores a Antonio El Mochuelo“ zur Uraufführung. Juan Ramón Caro zeigt am Freitag „Contrastes“. Am Samstag feiert Gabriel Matías die Premiere von „Quitar lo superfluo“. Mercedes Ruiz und Santiago Lara beschließen die Serie am Sonntag mit „Dual“.
Große Namen in der Schlussphase
Die letzte Woche versammelt zentrale Größen des Festivals in der Sala Roja Concha Velasco. Carmen Linares tritt am Dienstag, 27. Oktober, mit „Antología de la mujer: 30 Aniversario“ auf. Das Konzert greift Stücke ihres Albums von 1996 auf und wird von jungen Musikern mit zeitgenössischen Arrangements interpretiert.
Am Mittwoch zeigt Jesús Carmona die Madrider Erstaufführung von „UnYdos“. Farruquito folgt am Donnerstag mit „Sexteto Flamenco“, ebenfalls zum ersten Mal in der Hauptstadt. Am Freitag präsentiert Rocío Molina „Caída del cielo“, eine Arbeit, die Körper und Weiblichkeit in den Mittelpunkt stellt.
Estévez & Paños bringen am Samstag „Doncellas (Juerga permanente)“ auf die Bühne. Den Abschluss im Canal übernimmt am Sonntag, 1. November, Israel Fernández. Er stellt „Recital de Cante“ vor, eine absolute Uraufführung mit den Gitarristen Diego del Morao und Antonio El Relojero.
Weitere Bühnen in Madrid und Umgebung
Das Teatro de La Abadía startet am Mittwoch, 14. Oktober, mit „Al Compás de la Palabra. A Félix Grande“. Dieser Abend ist eine Hommage an den Dichter und wird von Paco del Pozo, José María Gallardo und Tänzer Marco Flores gestaltet. Am Donnerstag folgt „Poema de la Libertad“ von Sandra Carrasco und David de Arahal als Madrider Premiere. Ezequiel Benítez zeigt am Freitag „Cante y Compás“. Ricardo Fernández del Moral bringt am Samstag „A Fosforito“ zur Uraufführung. Beide Produktionen sind absolute Erstaufführungen.
In Vallecas kombiniert das Centro Cultural Pilar Miró Gitarre mit weiteren Klangwelten. Alejandro Hurtado eröffnet am 16. Oktober mit „El Primer Llanto“. Joni Jiménez folgt mit „Convite“, Trinidad Jiménez mit „Raíz Sureste 2026“. Antonio Lizana tritt am 23. Oktober mit „De Algeciras a la Isla“ auf, Antonio Serrano am 24. mit „Más Flamenco que Jazz“. Jerónimo Maya beschließt die Reihe am 25. mit „Gitano Errante“.
Das Centro Cultural Paco Rabal richtet Begegnungsabende aus: „De Chipiona a La Isla“ mit Jesús Castilla und Samuel Serrano sowie „De Málaga a Cádiz“ mit Cancanilla de Málaga und Caracolillo de Cádiz. Pedro El Granaíno bringt am 25. Oktober die Uraufführung „Dicen que para Cantar“ auf die Bühne. Capullo de Jerez folgt mit „Capullo en rama“, Aurora Vargas mit „Aurora en Vallecas“.
Ausweitung auf weitere Orte
Das Real Coliseo Carlos III in San Lorenzo de El Escorial gastiert Lucía La Bronce mit „Recóndito“. Rebeca Ortega zeigt „Sin Fronteras“, El Yiyo tritt mit „A mi aire“ auf, La Piñona mit „Lucía en Vivo“. Aranjuez beteiligt sich mit einer Gala des Formats Suma Flamenca Joven im Teatro Real Carlos III. Mit dabei sind Manuel Herrera hijo, Rocío Luna, Alejandro Hurtado, Yoel Vargas und Raquel Lara.
Im Real Monasterio de Santa María de El Paular in Rascafría feiert Agustín Carbonell „El Bola“ die Uraufführung von „De Oro y Marfil“. Das Centro Comarcal de Humanidades Sierra Norte in La Cabrera präsentiert Arbeiten von Segundo Falcón, María de Carmela, Claudia La Debla und José Almarcha.
Zwei Fotoausstellungen begleiten das Programm
Im Ateneo de Madrid ist bis 28. Oktober die Ausstellung „Flamencas. Cante, Baile y Toque“ von Ana Palma zu sehen. Sie folgt auf Workshops, die Ende September stattfanden. Das Museo de los Trenes Históricos in Chamartín eröffnet am 16. Oktober „Solera. Al compás de Metro“ von Javier Enrique Fernández. Die Bilder verbinden Künstler mit dem historischen Erbe der Madrider U-Bahn.
Wie das Nachrichtenportal Europa Press berichtet, läuft das Festival bis zum 1. November und zeigt die Breite des zeitgenössischen Flamenco mit einem klaren Schwerpunkt auf seinen weiblichen Protagonistinnen.
Quelle: europapress.es